Alternative Rock Band Badflower aus Los Angeles im Interview

Im Februar letzten Jahres erschien das kraftvolle Alternative-Rock Debütalbum „OK, I’M SICK“ der Band Badflower. Die vier Jungs aus Los Angeles, die eigentlich als hervorragender Live-Act auf den Bühnen der Welt zuhause sind, haben nach sechs Jahren ihr erstes Album veröffentlich. Passend dazu gab es im November, wie sollte es anders sein, für Deutschland das Vergnügen einer Tour dazu. Hamburg, München und Köln wurden von Sänger Josh Katz, Gitarrist Joey Morrow, Bassist Alex Espiritu und Schlagzeuger Anthony Sonetti besucht. Zu dieser Gelegenheit gab es für uns auch ein Interview mit Josh Katz, der aufgrund seiner krankheitlichen Problemen, häufig im Fokus der Öffentlichkeit steht. Wie er selbst damit umgeht und wie das bei den Fans ankommt soll im Folgenden genau so Thema sein wie die erste Single-Auskopplung der Platte oder ihre zahlreichen Live-Auftritte.

Hey Josh, Willkommen in Deutschland! Wir sind vom Gringoz Magazine und freuen uns sehr, Euch in Deutschland begrüßen zu dürfen und dass Du dazu noch etwas Zeit gefunden hast, unsere Fragen zu beantworten. Dies freut uns wirklich sehr! So oder so, sind wir von Eurer Arbeit insgesamt wirklich sehr angetan.

1.Also, wie gefällt Dir Europa oder besser gesagt Deutschland? Unterscheidet sich das Publikum sehr von dem in den USA?
Ja, das Publikum in Deutschland ist besser als das in den USA. Sie sind weniger durch den Umstand verunsichert, dass sie Teil der Zuschauer sind.

2. Da Ihr vorrangig eine reine Live-Band seid und das ganze Jahr durchtourt, gibt es ein Festival oder eine Show, welche in Eurem Portfolio noch fehlt? Gibt es eine Lieblingslocation, bei der Ihr gerne noch spielen würdet?
Nein, ich habe das Gefühl, dass wir alles gespielt haben, was wir je spielen wollten.

3. Aktuell scheint es ohnehin so, als ob Ihr alles, was ihr Euch vornehmt, auch erreicht. Viele Rezensionen glauben, dass Badflower die nächsten vielversprechenden Newcomer im Rock-Genre ist. Wie geht Ihr mit Eurem Erfolg und steigendem Druck um?
Wir nehmen den Karriereaspekt nicht so ernst, dafür nehmen wir nehmen unsere Musik umso ernster.

4. Durch Erfolg und Ruhm kommen oft auch Schattenseite, wie psychische Erkrankungen, ans Licht. Ihr andererseits habt durch Deine Krankheit von vornhinein zusätzlich an Bekanntheit erlangt und habt trotzdem nie aufgehört zu spielen, obwohl Du sogar auf der Bühne Panikattacken erlitten hast. An dieser Stelle möchten wir uns einmal herzlich für Eure Offenheit und Stärke bedanken, die Ihr Euren Zuhörern durch Eure Musik vermittelt. Wie habt Ihr es geschafft nie aufzugeben und weiter Musik und Touren zu machen? Gab es einen speziellen Grund dafür?
Wenn besonders ich jetzt aufhören würde, würde ich mich selbst im Stich lassen, auch wenn die Idee des Aufhörens natürlich oft attraktiv erscheint, da es häufig sehr schwierig ist. Stattdessen nehme ich jeden Tag, wie er kommt, und setze einen Fuß vor den anderen.

5. Heutzutage erscheint es sehr wichtig, dass jeder und jede in Gesellschaft und Alltag eine eigene Position aufweist und nach außen tragen kann. Was ist Euer Selbstverständnis? Seht Ihr Euch selbst als Musiker, Künstler, Hoffnungsträger, Aufklärer von Tabuthemen oder etwas ganz anderes?
Genau das ist die Art von Druck, die wir uns selbst nicht machen wollen. Wir betrachten uns selbst Menschen, die Musik machen, und nichts anderes.

6. Hast Du den Eindruck, dass Du etwas im Verständnis der Gesellschaft über das Krankheitsbild Depression verändert hast? Hat sich dadurch auch die Beziehung zu Euren Fans verändert?
Ja, es hat alle näher zusammengebracht. Die Gemeinschaft der Menschen, die unsere Musik hören, ist sehr offen. Dort darf jeder und jede so sein, wie er oder sie selbst wirklich ist.

7. Viele Eurer Fans können sich sehr gut mit Eurer Musik identifizieren. Wie geht Ihr mit der Verantwortung um, die damit einhergeht?
Tue ich nicht. Wenn ich mir selbst noch die Verantwortung aufhalsen würde, wäre dies ein Teufelskreislauf.

8. Um wieder über gute Dinge zu sprechen: Wo ist der Ort, an dem Du am glücklichsten bist, oder der Gedanke, der reines Glück für Dich ausdrückt?
Am glücklichsten macht es mich, Musik zu schreiben. Und der Gedanke an meinen Hund.

9. Euer Debütalbum „“OK, I’M SICK“ wollen wir natürlich nicht vergessen; herzlichen Glückwunsch dazu! Es wird gemunkelt, dass es die Entscheidung des Labels war, „Ghost“ als erste Single zu veröffentlichen und nicht Eure eigene Wahl. Welchen Song hättest Du genommen, wenn Du die freie Wahl gehabt hättest und warum?
Ja, es war die Idee des Labels „Ghost“ als erste Single zu veröffentlichen. Ich persönlich hätte vielleicht zuerst „The Jester“ gewählt. Ich denke, dass dieser Titel mehr die Möglichkeit gehabt hätte, universell beliebt zu sein.

10. Normalerweise ist die letzte Frage immer etwas ungewöhnlicher: Hast Du Haustiere? Wenn ja, bitte Tier und Namen angeben.
Wie schon gesagt, habe ich einen Hund. Sie heißt Maggie.

Vielen Dank für Deine Zeit und Deine besondere Art von Musik! Wir freuen uns sehr, dass wir mit Dir sprechen durften. Wir wünschen Dir und Deiner Band Badflower nur das Beste für Eure Zukunft.

Fotocredit: Jana Boese @Gringoz Magazine 

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