Zehn Jahre „Constellations“ – August Burns Red auf Tour in Europa und dem UK

Wir schreiben den 14. Juli 2009. Unter den Fittichen des bekannten US-Musikproduzenten Jason Suecof, der schon mit Bands wie z.B. Trivium, Chelsea Grin oder auch DevilDriver zusammengearbeitet hat, wird das dritte Album der christlichen Metalcore-Band August Burns Red geboren. Was damals von zahlreichen Magazinen und auch anderen Bands der Szene schon als eines der bestproduziertesten Alben galt, wird zehn Jahre später immer noch von Allen gehypt. Grund genug den Geburtstag von „Constellations“ mit den Fans groß zu feiern und auf Tournee zu gehen. Auf dem zweiten Stopp ihrer Tour im Hamburger Gruenspan stießen wir dann dazu. Mit im Gepäck haben die Christen die aus Alabama stammende Metalcore-Band ERRA und die 2011 gegründete Metalcore-Band Currents aus Connecticut.

Nach zahlreichen Mitgliederwechseln in den Jahren nach ihrer Gründung 2011 stehen die fünf Jungs von Currents nun gestärkt auf der Bühne des Hamburger Gruenspans und eröffnen den Abend für die „Constellations“-Tour. Schon letztes Jahr überzeugen die Jungs bei der Impericon Never Say Die-Tour und legen auch heute einen soliden und brutalen Auftritt hin. Man fühlt sich durch die brachialen Riffs, den vielen Breakdowns und Djent-Gitarren bestens entertaint und auch die melodischen Einschübe und das vielschichtige Spieltempo machen die Show der US-Amerikaner rund. Sänger Brian Wille wechselt dabei auch sicher zwischen Klar- und Schreigesang.

In der zweiten Runde ist man dann ein wenig von ERRA enttäuscht. Durch die abrupten Tempowechsel und auch die verzweigten Harmonien fühlt man sich ein wenig im Abgehen behindert. Die ansonsten geradlinigen Kompositionen werden teilweise echt durch den Klargesang von Jesse Cash unterbrochen. So gern man auch den Breakdown fühlen möchte … das Feeling kommt leider nicht so ganz rüber. Auch albumtechnisch freut man sich dann doch eher auf die 1-2 älteren Songs, die bei der Crowd auch besser anzukommen scheinen. Ein klassischer Fall von „früher war alles besser“.

Doch nun zurück zu August Burns Red. Wir wissen absolut nicht, was da schief gelaufen ist, aber nach der Pause und dem Soundcheck ist der Sound ein anderer. Der arme Jack shoutet sich da vorne einen ab, während lediglich das Becken des Schlagzeugs und die Gitarren zu hören sind. Aber wer die Setlist bzw. die Songabfolge auf dem Album kennt, weiß, dass bereits beim Opener „Thirty And Seven“ der Moshpit eröffnet ist und lässt sich daher vom Sound nicht irritieren. Die Performance der Band stellt einfach alles andere in den Schatten und auch an den Lichteffekten, um die Band perfekt in Szene zu setzen, wird nicht gespart. So werden die 47:35 Minuten herunter geschruppt und man fühlt sich einfach wieder zehn Jahre zurückversetzt. Da haben die Jungs aus Pennsylvania echt etwas Großes erschaffen! Luhrs Energie ist auch einfach ansteckend und die findet man natürlich in den zahlreichen Mosh- und Circlepits wieder. Schweißgebadet und mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschieden wir die Christen nach den Zugaben „Ghosts“, „Invisible Enemy“, „Empire“ und last but not least „Composure“. Was für ein gelungener Abend!


Redaktion: Mona Riahi
Fotocredit: Jana Böse

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