Kein Mensch braucht Klingeltöne. Im Interview mit Thousend Below

Drei Jahre nach ihrer Debütplatte veröffentlichte die aufstrebende Band Thousand Below am Freitag, den 11.10.2019 ihr zweites Studioalbum „Gone in your wake“. Die Scheibe lässt sich hervorragend hören und vereint gekonnt gelungene Instrumentationen mit treffenden Lyrics und dem richtigen Maß an Screams. Grund genug, um ein paar kurze Fragen an die vier Jungs aus San Diego bezüglich ihres neuen Schmuckstückes, seine Gestaltung und gefühlsbetonte Lyrics zu stellen.

Hey Jungs, herzlichen Glückwunsch zu Eurem zweiten Album „Gone in your wake“, welches seit der Veröffentlichung bei uns rauf und runter lief und wir sehr gerne gehört haben. Dabei knüpft es nahtlos an Eure gefeierte Debüt-EP aus dem Jahre 2017 an und lässt die Herzen von Euren Fans höherschlagen.

Gringoz: War die Aufregung und Freude bei der Veröffentlichung des ersten oder zweiten Albums größer? Was war anders und wie hat sich das konkret angefühlt?
Band: Ich glaube nicht, dass ich bei dem einen oder anderen aufgeregter und freudiger war. Es handelt sich um zwei verschiedene Kunstwerke, die verschiedene Emotionen angesprochen haben. Das erste Album war etwas ganz Neues und niemand hatte irgendwelche Erwartungen daran, wie es sein könnte. Es war spannend zu sehen, ob es überhaupt jemanden kümmern würde. Bei der Veröffentlichung unseres zweiten Albums „Gone in your wake“ war dies anders. Die Leute kannten uns schon und hatten eine vorgefasste Meinung darüber, wie wir klingen sollten. Aber wir haben das Album geschrieben, welches wir schreiben wollten und es war beide Male gleich aufregend die Alben zu veröffentlichen.

Gringoz: Auf Eurer Homepage schreibt ihr, dass die Leute durch Eure Musik das fühlen sollen, was Ihr dabei fühlt. Wir hatten den Eindruck, dass unerfüllte Liebe ein größeres Thema auf dem Album gewesen sein könnte, stimmt das?
Band:Insgesamt glaube ich, dass das größte Motiv, musikalisch sowie lyrisch, letzten Endes immer zu dem Wort „Verlust“ führt. Definitiv geht von dem Wort „Liebe“ Inspiration aus, aber ich würde sie nicht als unerfüllt betrachten.

Gringoz: Andererseits ist es auffällig, dass Ihr „Chemical“ als Eröffnungssong gewählt habt und nicht das härtere Lied „Disassociate“, was bestimmt bei Euren Post-Hardcore Fans noch besser angekommen wäre. Gab es einen spezifischen Grund für diese Reihenfolge?
Band:Für mich sollte ein Album vom Klang und den Emotionen her immer eine Geschichte erzählen. Mir schien, dass „Chemical“ der richtige Song sei, um uns auf diese Reise zu schicken. Unabhängig von der Titelnummer musste “Disassociate“ aufs Album, damit die Leute, die diesen Sound von uns erwarten, ihn beim Durchhören des Albums auch finden.

Gringoz: Wo wir gerade bei der Reihenfolge sind: War der Reim zwischen Titelnummer vier „“out of my head“ und Titelnummer 5 „the edge of your bed“ beabsichtigt?
Band: Haha, nein, es war ein glücklicher Zufall, dass die Anordnung so ausfiel.

Gringoz: Was allerdings geplant gewesen sein sollte, ist das Design des Albumcovers. Es ist sehr einprägsam und man fängt sofort an sich zu fragen, was die Idee dahinter gewesen sein könnte. Könnt Ihr uns etwas über die Entstehungsgeschichte des Bildes erzählen und warum kleine Symbole auf der rechten Seite hinzugefügt wurden?
Band: Es war nur ein künstlerischer Stil, den wir alle sehr genossen. Es hat sich angefühlt, als ob die Entwicklung, die wir als Band durchgemacht haben, visualisiert wurde. Wir haben unserem Freund Aaron Marsh ein paar Stücke zur Inspiration geschickt und waren ekstatisch, als wir das fertige Kunststück gesehen haben. Die Symbole sollten von den einzelnen Songs inspiriert sein, sodass die Singles ebenso mit ihrem eigenen Symbol visualisiert worden sind.

Gringoz: Egal, ob für das Albumdesign oder die neuesten Songtexte, Ihr benötigt Inspiration für alles. Was ist Eure Hauptquelle an Inspiration, abgesehen von Euren eigenen Erfahrungen und Gefühlen?
Band: Ehrlich gesagt, ist es wirklich nur das Leben. Es geschieht um dich herum und du reagierst. Ich schreibe hauptsächliche über die Dinge und Personen, die ich verliere.

Gringoz: Eine letzte Frage, die nichts mit „Gone in your Wake“ zu tun hat: Was ist Euer aktueller Klingelton?
Band: Mein Telefon ist ständig auf stumm geschaltet. Ich hatte seit Jahren keinen Klingelton mehr, aber wenn ich einen hätte, wäre es etwas von Drake.

Fotocredit: Rise Records 

About The Author

Redaktion / Social Media Live immer am Start, schwört auf Hermes, mag Interpol..., macht 98,5% der Facebook-Posts, nutzt Apple, wird demnächst in Android eingewiesen per Admin, hatet Snapchat, ist ein Nordlicht und schaut kein Fußball!

Keine Kommentare on "Kein Mensch braucht Klingeltöne. Im Interview mit Thousend Below"

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.