Review: X Ambassadors – Orion

Neun Jahre ist es her, seit das Trio aus Brooklyn angefangen hat, zusammen unter dem Namen X Ambassadors aufzutreten. Vier Jahre später schafften sie es mit Jungle das erste Mal in die deutschen Charts, wirklich bekannt geworden sind sie spätestens 2015 mit ihrer Hitsingle Renegades. Jetzt erscheint ihr zweites Album Orion.

Bereits die beiden Singles klingen vielversprechend. Hey Child fängt den Zuhörer mit einer eingängigen fröhlichen Melodie ein und hat das Potential, zu einem richtigen Sommerhit zu werden. Boom dagegen klingt am Anfang nach einem Partylied, wird nach der Hälfte jedoch rockiger durch mehr Gitarreneinsatz. Recover enthält sogar Gospelelemente wie Orgel und einen Chor, für Abwechslung ist also gesorgt.

Wie auch auf ihrem ersten Album sind ein paar emotionale Nummern dabei, History überzeugt durch die überwältigende Stimme des Sängers Sam Harris zusammen mit einer Akustikgitarre. Rule ist ein ruhiges romantisches Liebeslied und auch I Don’t Know How To Pray bleibt bei den ruhigeren Tönen und handelt von Zweifeln am Glauben bei all den Schlechten Dingen, die täglich passieren. Der Song ist voll von Verzweiflung und bricht nach den Worten „and God said…“ ab, um zu zeigen, dass es keine Antwort auf die verzweifelten Gebete gibt. Das Album endet jedoch motivierend mit dem Lied Quicksand, in dem Sam Harris singt, dass die Welt ihn im Moment wie Treibsand runterzieht, er aber bald wieder auf solidem Boden stehen wird.

 

X Ambassadors ist eine talentierte Band, die Popmusik und Emotionalität perfekt miteinander verknüpfen kann. Auf ihrem neuen Album ist für jede Gemütslage was dabei, Selbstzweifel, Liebeskummer und Optimismus, zu allem gibt es ein passendes Lied. Das Album klingt erwachsen und ehrlich und schafft es sogar, das Debütalbum VHS zu übertreffen.

 

Sound
Konzept
Hörspass
4.5

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