Das Gute, das Schlechte und das Komische- Im Interview mit Holy Moly and the Crackers

Als Holy Moly and the Crackers, die sympathischen Engländer mit Folk-Einschlag, kürzlich in Deutschland auf Tour waren, haben sie schon unseren Instagram Account übernommen und uns mit ihrem Charme in den Bann gezogen. Frisch zurück in der Heimat und mit einem neuen Album im Gepäck ließen wir uns die Chance nicht entgehen, den Mädels und Jungs mal ein paar Geheimnisse zu entlocken.

 

Gringoz: Hallo ihr Lieben, stellt euch doch mal den paar Leuten vor, die euch vielleicht noch nicht kennen. Wer seid ihr, woher kommt ihr und welche Musik macht ihr?

HM: Hey! Wir sind Holy Moly & The Crackers aus Newcastle, UK. Wir sind eine 6-köpfige Folk-Rock-Band und haben Tommy am Schlagzeug und Background-Gesang, Jamie am Bass, Nicky an der E-Gitarre, Squeezebox Rosie am Akkordeon, Conrad, unseren Frontmann und Akustikgitarristen, und ich bin Ruth, die Leadsängerin und Fiedlerin.

 

 

Gringoz: Auf eurer letzten Tour durch Deutschland mit Skinny Lister schient ihr eine tolle Zeit zu haben. Was gefällt euch denn an Deutschland, wenn es überhaupt etwas gibt?

HM: Wir hatten echt die beste Zeit mit Skinny Lister/ WE LOVE THOSE GUYS! Ehrlich gesagt, Deutschland ist einer unserer Lieblingsplätze. Es gibt so viel Energie in der Menge – jeder will wirklich einfach nur Spaß haben. Das ist es, was wir gerne sehen und wir haben immer eine fantastische Zeit auf dem europäischen Festland. Einer der Gründe, warum wir diese Band gegründet haben, war es, neue Orte zu erkunden und Leute kennenzulernen, und wir sind verdammt glücklich, das zu können!

 

Auf der Bühne fließen schon mal Tränen

 

Gringoz: Kürzlich wurde euer neues Album veröffentlicht. Wie war der Produktionsprozess? Hattet ihr alle Songs fertig, als ihr ins Studio kamt, oder habt ihr die Songs während des Recordings erarbeitet? Was können eure Fans von dem neuen Album erwarten?

HM: Ja! Es ist so aufregend, dieses neue Album zu veröffentlichen. Es ist das Beste, was wir je erlebt haben, mit allem, was wir bisher geschaffen haben. Der Prozess bei diesem Album war etwas anders. Wir alle hatten eine besondere Rolle beim Schreiben, das gab es so vorher noch nicht. Der Großteil der Kompositionen wurde im Voraus gemacht, aber im Studio wurde noch eine gehörige Menge der Texte und des Finishings für die Melodieinstrumente erarbeitet. Es ist schön, einen Mix zu haben, sich vorbereitet zu fühlen und die meiste Musik geschrieben zu haben, bevor wir ins Studio gehen. Das bedeutet eben auch, dass mehr Zeit bleibt mit den Details zu experimentieren. Unser Produzent Matt Terry spielt eine große Rolle bei der Gestaltung der Songs und wenn wir aufnehmen, verbringen wir den ganzen Monat im Studio, so dass sich unsere Kreativität wirklich ballt. Dies ist die ehrlichste Platte, die wir je gemacht haben. Zu Beginn des Prozesses sagte ich, dass ich nichts singen wollte, zu dem ich keine Verbindung hatte. Wir haben hart daran gearbeitet, persönliche Erfahrungen und Emotionen als unseren Einfluss auf die Musik und die Texte zu nutzen, und ich denke, sie haben sie dadurch wirklich mächtiger gemacht. Ich hoffe, das kommt an! Wir wollen eine Party feiern und die Gang in Fahrt bringen, aber es kann auch sehr emotional sein. Ich habe definitiv ein paar kleine Tränen auf der Bühne vergossen, aber das ist ein Geheimnis nur für euch Gringoz! Also pssssst…

 

 

Gringoz:  Hast du einen Lieblingssong auf dem neuen Album? Wenn ja, welchen und warum?

HM: Upside Down‘ ist mein Lieblingssong live. Rosie schrieb den Song über ihre Freundin, die Akrobatin ist. „Du bist immer nur glücklich, wenn du auf dem Kopf stehst!“ Sie ist ein Genie. Es ist so ein lustiges Lied. Ich liebe auch „Naked In Budapest“, das über das erste Mal in Ungarn geschrieben wurde. Ihre Palinka ist GEFÄHRLICH.

 

Die Fans als Teil der Familie

 

Gringoz:  Kompliment nochmal zum gelungenen Instagram Takeover. Es war schön, euch auf Ihrer Reise von Prag nach Nürnberg zu folgen. Hat euch die Übernahme des Gringoz Magazine Instagram Accounts gefallen? Ist Social Media ein großer Teil eures Jobs?

HM: Ja, das war ein ziemlich verrückter Tag! Vielen Dank, dass wir euer Insta übernehmen durften. Wir haben es geliebt. Social Media ist für Bands echt wichtig. Es geht darum, wie wir uns mit den Menschen connecten, die unsere Musik hören und wie wir unsere Persönlichkeiten darstellen. Ich möchte, dass die Menschen, die uns folgen, das Gefühl haben, dass sie die Reise mit uns antreten, als Teil der Familie! Auf Tour zu sein ist verrückt, so etwas wie ein bizarrer, endloser Urlaub. Ich denke, es ist wichtig, das Gute, das Schlechte und das Komische zu zeigen! Um ehrlich zu sein ist es bei uns meistens seltsam!

 

 

Gringoz: Jetzt, da das Album draußen ist- Werdet ihr mit einer Headliner-Tour nach Deutschland zurückkommen?

HM: Ja, wir kommen im September wieder nach Deutschland und spielen Berlin, Hamburg, Bad Salgau, Frankfurt, Köln und München. Wir können es kaum erwarten! Wir werden die Bude zum Beben bringen.

 

Gringoz:  Noch ein letztes Wort an die deutschen Fans?

HM: Ihr seid ein fantastisches Livepublikum, rockt so weiter! Wenn ihr Bock habt und uns im September live seht, sagt hallo! BIG LOVE HM x

 

Das Interview wurde geführt von Désirée Pezzetta

 

Fotocredits: Pink Lane Records

About The Author

Eine Italienerin in Franken. Popkulturelle Geisteswissenschaftlerin. Geht jährlich auf über 100 Konzerte von David Hasselhoff bis Heaven Shall Burn. Mag Katzen, Pasta und Weinschorle. All time favourite Band: Bonaparte

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