Review: Leoniden – Again

Beim Hören von „Again“, dem zweiten Album der Kieler Indie-Combo Leoniden, drängt sich eigentlich nur eine Frage auf: Wie zur Hölle schafft es die Band, jedes Mal so unfassbar catchy Songs zu schreiben? Als MusikredakteurIn sucht man bei Platten ja gern mal das Haar in der Suppe, an dem man rumnörgeln kann (sorry, Berufskrankheit), aber „Again“ bietet dafür tatsächlich wenig Angriffsfläche.

Zugegeben: Viele der Songs brauchen mehrere Hördurchläufe, um ihre volle Wirkung zu entfalten, einen krassen Instant-Hit wie „Nevermind“ vom Debütalbum der Band bietet die neue Platte nicht (am nähesten dran kommt da wohl noch „People“). Doch dafür präsentieren die Leoniden nun ein noch ausgeklügelteres Songwriting und eine noch größere musikalische Vielfalt, die dem aufmerksamen Hörer mit jedem Play mehr und mehr bewusst wird. Bestes Beispiel dafür ist „River“ – ein Song, der mit einer smooth-souligen Strophe beginnt, um dann in einen fast schon Hardcore-esken Refrain zu münden. Jeder Track auf „Again“ hat seine ganz eigenen Genre-Einflüsse und doch sind sowohl die Songs für sich als auch das Album als Gesamtwerk absolut homogen und stimmig. Und verdammt tanzbar noch dazu.

Ja, wir wissen, die Leoniden sind gerade gefühlt überall und manch einer kann den Namen der Band vielleicht auch schon nicht mehr hören – aber was soll man machen, „Again“ hat nunmal auch einfach jedes offene Ohr verdient.

Beitragsbild: Robin Hinsch

Leoniden – Again
Sound
Konzept
Hörspass
4.4 Großartig

Ein Album, das jegliche Lobhudelei verdient.

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Connection-Tante, hat kein gutes Mikrofon, mag kein Eskimo Callboy - aber Eskimo Callboy mögen sie, kann kein schwäbisch imitieren, steht für Avocados und Weltfrieden, hat immer einen Geheimtipp auf den Lippen und darf schon wählen.

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