BETONTOD IN KÖLN

Aus Koblenz geht es, an diesem spät sommerlichen Samstag Nachmittag nach Köln auf das zweite Konzert der Vamos! Tour in der Kantine. Das gute Wetter macht die Vorfreude nur noch größer. Die Kantine ist eine recht große Location etwas außerhalb von Köln, doch die Anreise lohnt sich. Besonders punktet der Außenbereich. Draußen herrscht sogar ein bisschen Festival Stimmung, denn man kann an den Essens- und Getränkeständen flanieren und mit den anderen Fans ins Gespräch kommen, bevor das Konzert überhaupt losgeht. Die Halle innen ist um halb 8 schon mehr als zur Hälfte gefüllt. Ein kleines Manko ist nur der Gang zu den Toiletten, der für viel Gedrängel sorgt. Das Publikum im vorderen Bereich lässt sich aber nicht großartig weiter davon stören. Bei manchen Konzerten würde man hier vielleicht auf Streit stoßen, aber nicht hier unter den Betontod Fans. Es wird sich entschuldigt und freudig auf das bevorstehende Konzert angestoßen.

Von Jung bis Alt ist alles im Publikum vertreten. Die Mischung machts. Auch das ein oder andere Kind ist mit seinen Eltern anwesend. Die Stimmung steigt weiter, als es endlich mit Alex Mofa Gang anfängt und sie die Halle ordentlich anheizen. Nach einer guten halben Stunde brutalem schwitzen und lautem Gesang gibt es eine kleine Pause, bei der man sich nach belieben drinnen oder draußen aufhalten kann. Definitiv wieder der Kantinen Vorteil. Man kann noch einmal raus gehen und Luft schnappen und muss keine Angst um Einlass oder Plätze haben.

Kurz vor neun sind dann auch alle 1000 Betontod Fans, die die Kantine fassen kann vor der Bühne versammelt. Es geht los mit dem Vamos! Intro, worauf alle mit lauten Oho’s einstimmen und den Song Zusammen singen. Schon gerade bei diesem Song wird klar, dass das Konzert allein schon durch die gute Stimmung ein Erfolg wird. Betontod macht Bock und viel wichtiger: Betontod hat Spaß dran. Den ganzen Abend über sieht man den Jungs die Freude ins Gesicht geschrieben stehen.

Die Temperaturen steigen, die Menge schwitzt. Betontod verteilt fleißig Wasser an die Fans, denn wie jeder weiß ist Trinken ist wichtig. Und schon sind wir bei der Überleitung zu „Aufhörn! Aufhörn! Wir müssen aufhörn weniger zu Trinken!“ Bei einem Lied wie Glück Auf hat man einfach nur Spaß und die ganze Halle sing mit und hebt ihre Becher in die Luft.

Aber auch andere Songs bringen viel Freude mit sich und vielleicht auch den ein oder anderen romantischen Moment wie bei „Küss mich“ zum Beispiel. Die Mischung aus alten und neuen Liedern ist gut gewählt, da sie sowohl die neuen Fans, als auch die alteingesessene Betontod Familie, die von Anfang an dabei waren anspricht.

Einer Band die seit so vielen Jahren zusammen auf der Bühne steht, mehr als 20 Jahre und über 1.000 Konzerte, sieht man zwar an, dass sie ein wenig in die Jahre gekommen sind, aber bei Betontod verhält sich das quasi wie mit guten Wein. Er reift im Alter und wird besser. Ein echter Genuss und eine großartige Leistung mit hohem Niveau.

Kurz und knapp, war der Abend ein voller Erfolg. Die vorherige Sorge, dass sich die Setlist vorzüglich um Vamos! kreist war absolut unbegründet. Die Mischung der Songs haben keine Wünsche offen gelassen. Es wurden Songs von Klassiker-Platten gespielt wie „Traum von Freiheit“, „Schwarzes Blut“ oder von „Revolution“. Und so geht es mit vielen Oho-Ohrwürmern zurück nach Koblenz, wobei man sich noch angeregt mit anderen Konzertbesuchern über diesen Abend unterhält.

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