Review: Anti-Flag – American Reckoning

Anti Flag at Punk In Drublic in Berlin

Am 29. September veröffentlichten Anti-Flag ihren neuen Longplayer American Reckoning. Vorweg: Das Rad erfinden die Pittsburgher damit nicht neu. Die Platte enthält Songs ihres aktuellen Albums American Fall (2017) und des Vorgängeralbums American Spring (2015) als Akustik-Versionen. Außerdem finden sich auf der Scheibe auch Coversongs von Bands, die Anti-Flag in den letzten Jahren beeinflusst und geprägt haben.

Mit lediglich zehn Songs und 30min Spielzeit ist American Reckoning kein wirklich langes Album geworden. Dennoch ist es erstaunlich, welch liebliche Stimme der sonst brüllende Sänger Justin Sane hier zutage fördert! Diese ruhige Neuinterpretation der eigenen Stücke sowie der Coversongs sind wirklich etwas Neues im Anti Flag Kosmos und dürften den Fans Pipi in die Augen treiben. Der starke Kontrast zu den energetischen und lauten Livekonzerten und den üblichen Alben der Band ist hier ganz bewusst als Antithese gewählt, die eigentlich nur beweist, dass die Amerikaner mehr können, als die Holzhammermethode. Ganz im Konsens der Band wurden natürlich auch nur Interpreten gecovert, die mit der klaren politischen Haltung der Band im Einklang sind. Daher verwundert es nicht, dass unter diesen auch John Lennon’s Gimme some truth ist, welches die politische Weltlage um 1971 thematisiert.

Im Ganzen gesehen wird die Platte neue und alte Anti Flag Fans zufrieden stellen, zumindest für eine halbe Stunde. Ein bisschen länger hätte American Reckoning schon ausfallen können und ein neuer Song wäre natürlich die Kirsche auf der Sahne gewesen. Highlight des Albums sind definitiv die drei Coverversionen von John Lennon, Buffalo Springfield und Cheap Trick.

Fotocredit: Adina Scharfenberg @Gringoz Magazine

Anti-Flag - American Reckoning
SOUND
Konzept
Hörspass
3.7

Anti-Flag erschaffen sich neu

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Redaktion / Social Media Live immer am Start, schwört auf Hermes, mag Interpol..., macht 98,5% der Facebook-Posts, nutzt Apple, wird demnächst in Android eingewiesen per Admin, hatet Snapchat, ist ein Nordlicht und schaut kein Fußball!

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