Foxing- Nearer My God

Gute Indie-Rock-Bands zu finden, ist nicht schwierig. Eine zu finden, die heraussticht, ist eher eine Herausforderung. Für jeden, der das gewisse Etwas sucht, könnten Foxing genau richtig sein. Nearer My God ist das dritte Studioalbum der Band aus Missouri und ist ein großer Schritt in eine neue Richtung. Das Album wirkt leichter als der Vorgänger Dealer (2015), behandelt jedoch ebenso bedrückende Themen. Texte wie „I can’t see what’s there, I can’t see anything at all“ aus Grand Paradise oder „Do you want me at all“ aus dem Titelsong Nearer My God wirken verzweifelt und verdeutlichen die Angst und Unsicherheit, die immer wieder thematisiert wird. Gerade Grand Paradise ist ein spannender Song. Während der Anfang eben diese bedrückende Stimmung widerspiegelt, wirkt das Ende schon fast verzweifelt fröhlich und wie ein Lied zum mitsingen. Heartbeats erinnert an einen träumerischen M83 Song, während Gameshark ein schneller, beengender und nervöser Song ist. Unverkennbar wie immer bleibt Sänger Conor Murphys einzigartige Stimme.  Vor allem im Vergleich zu ihrem Debütalbm The Albatross (2013) ist Nearer My God rockiger, schneller und enthält mehr Gitarre. Es eignet sich mehr für größere Hallen und ebnet der Band den Weg genau dahin.

Das Album ist abwechslungsreich und spannend, wiederholt sich jedoch auch an manchen Stellen und hat mit langweiligeren Liedern wie Bastardizer auch Schwachstellen. Alles in Allem ist Nearer My God ein gewagter Schritt von Foxing, der aber definitiv in die richitge Richtung geht.

Sound
Konzept
Hörspass
3.6

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