Frank Vohwinkel von Betontod im Interview

Betontod

Vier Wochen vor dem Albumrelease durften wir dem Gitarristen der Band Betontod einige Fragen zum Album VAMOS! stellen. Was es mit dem spanischem Albumtitel auf sich hat und warum das Albumcover so pinklastig ist erfahrt ihr im folgendem Interview mit Frank (Eule) Vohwinkel.

Gringoz: Noch ein Monat bis zum Release vom Album Vamos!. Wie ist denn die Stimmung innerhalb der Band? 

Frank: (lacht) Ja es wird langsam spannender. Aber am Ende des Tages sind wir alle eigentlich doch ganz entspannt, da wir ja alle zwei Jahre inzwischen ein Album raus bringen. Von daher ist es halt auch nichts außergewöhnliches mehr.

Gringoz: Kannst du uns denn was zum Albumtitel VAMOS sagen? 

Frank: VAMOS! ist spanisch und heißt soviel wie Aufgehts! Losgehts! Unser Gitarrist ist halt Columbianer, von daher ist spanisch nicht ganz soweit entfernt von uns. Nicht nur weil wir einen gleichnamigen Song im Album mit dabei haben, es ist einfach ein guter Albumtitel für uns, da man mit VAMOS! vieles in einem Wort schon gesagt hat. Es geht darum mal seinen Allerwertesten hoch zu bekommen und sich zu bewegen.

Gringoz: Würdest du denn sagen, dass VAMOS! ein eher typisches Betontod Album ist? 

Frank: Schwer zu sagen, denn wir machen die Songs ja nur und bewerten sie nicht. Ich sag mal so, ich hab das Gefühl wir haben in der Zwischenzeit unseren sehr eigenen Stil gefunden. Von daher ist es vom Stil schon eher ähnlich wie die letzten Alben.

Gringoz: Und wie würdest du den Stil beschreiben? 

Frank: Wenn ich unseren Stil beschreiben würde, sind wir, wie ich finde ne Mischung aus Punkrock und Metal. Manchmal geht ein Song halt mehr Richtung Punkrock und ein anderer mehr so Richtung Metal, aber grundsätzlich so das es sich die Waage hält, ohne das es in der Szene so vorkommt.

Gringoz: Und wie siehts mit der Thematik aus, unterscheidet es sich sehr von Revolution? 

Frank: Wie gesagt, wir bewerten die Songs halt nicht. Das wäre halt wie du hast drei Kinder und müsstest entscheiden wo sich das dritte vom zweiten unterscheidet. Grundsätzlich ist es so, dass wir mit VAMOS ausdrücken wollen, das es gerade in diesen Zeiten darum geht, dass vor allem die Mittelinks-Fraktion den Arsch hoch bekommt und sich endlich zeigt. Die Welt ist extrem in Bewegung, und darum ist es umso wichtiger, dass sie nicht von den Rändern in Bewegung gebracht wird sondern von Leuten die noch klar im Kopf sind. Weil sonst läuft es halt in ne ganz falsche Richtung – und darum gehts auch in dem Album und was wir mit VAMOS sagen wollen. Es reicht einfach nicht aus zuhause zu sitzen und sich zu denken „Okay ja geht schon vorbei irgendwann“. Es ist wichtig das sich jeder mal Zeit nimmt und sich darum bemüht, sei es in den sozialen Medien, als auch im realen Leben, einfach Stellung zu beziehen.

Gringoz: Gabs denn oder ist es schon mal vorgekommen das mehrere Songs zur Auswahl standen?

Frank: Ne, mittlerweile also bei den letzten zwei, drei Alben die wir produziert haben, wars halt so das wir geguckt haben wie lang so ne Platte werden soll, und haben auch das geforderte gemacht. Also normalerweise entscheidet sich das halt relativ früh welche Songs zur Auswahl stehen und welche nicht. Man macht meistens so ne Rohversion von nem Song und man sieht schon da ob der Song für uns funktioniert oder nicht. Wenn er nicht funktioniert landet er schnell in der Tonne. Wenn man die noch mit rein nehmen würde wäre man bestimmt bei 30 – 40 Songs.

Gringoz: Auf Instagram wude ja vor allem das Albumcover sehr angeteasert. Was hat es damit auf sich, vor allem das es sehr pinklastig ist?

Frank: (lacht) Ja wir hatten halt bock auf ne auffällige Farbe. Im Gespräch war zwar auch Gelb gewesen, hatten dann mal geguckt und gesehen, dass sich andere Künstler auch auf Gelb konzentriert hatten, wo wir dann aber gesagt haben, das wir gar kein Bock drauf haben als vierte oder fünfte Band auch ein gelbes Alumcover zu nehmen und dann hat unser Grafiker mal noch Pink in den Raum geworfen. Pink stand zwar anfangs auch nicht für uns zur Frage, aber dann kam halt die Gegenfrage auf wieso eigentlich nicht. Und spätestens halt beim Wacken wird es doch ein ziemlich guter Kontrast und wird denk ich mal ganz besonders auffallen.

Gringoz: Apropos Wacken, lasst ihr da schon was neues von VAMOS! hören? 

Frank: Ja klar, wir werden die erste Single „La Familia“ spielen und die zweite die am Freitag auch erscheint und wahrscheinlich noch einen Song vom dem Special spielen, also insgesamt drei Songs definitiv.

Gringoz: Und wie sieht es mit der Tour aus?

Frank: Naja wir gehen halt auf Tour, wir sind einfach immer froh um die Möglichkeit so nah an den Fans zu sein und halt vor allem vor den eigenen Fans zu spielen. Ist halt ein Unterschied, ob man dann in ner Halle oder auf nem Festival spielt, auf nem Festival weißte halt nicht ob der jetzt da vorne steht wegen dir oder nicht, was jetzt nicht unbedingt schlimm ist. Aber klar, auf nem Konzert weiß man halt dass die Leute jetzt wirklich wegen unserer Musik da sind. Und genau darauf freuen wir uns auch schon.

 

Das Album VAMOS! erscheint am 31.08.18. Und ab dem 05.10.18 geht es dann auch auf die VAMOS! Tour.

05.10.:  Berlin – Huxleys Neue Welt
06.10.: Köln – Kantine
12.10.: Geiselwind – Music Hall
13.10.: München – TonHalle
19.10.: Hamburg – Mehr! Theater
20.10.: Frankfurt – Batschkapp
26.10.: Pratteln – Z7
27.10.: Stuttgart – LKA Longhorn
02.11.: Dortmund – Westfalenhalle 3A
03.11.: Leipzig – Täubchenthal

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