Interview – Artemis Rising über ihre neue Platte Ascension

Die Jungs von Artemis Rising standen uns kurz vor dem Release ihres neuen Albums Ascension, das seit dem 20. Juli auf dem Markt ist.

Was uns die sympathischen Soltauer verraten haben, lest ihr im Anschluss.

 

Gringoz: Für die, die euch nicht kennen, stellt euch doch mal kurz vor:

Artemis Rising: Wir sind Artemis Rising aus Soltau. Die Musik geht vor allem in Richtung Metalcore / Post-Hardcore mit einem sehr eigenen Style. Wir sind alle zwischen 22 und 25 und machen seit 2013 zusammen Musik.

 

Gringoz: In Kürze kommt eurer Debutalbum Ascension, seid ihr schon aufgeregt?

Artemis Rising: Ja sehr, sehr krass! Vor allem darauf, wie die Platte angenommen wird. Die Resonanzen zu unserer ersten Singleauskopplung Demons waren durchweg positiv und jetzt sind wir gespannt, wie der Rest des Albums mit seinen unterschiedlichsten Facetten bei unseren Hörern ankommt.

 

Gringoz: Wir durften vorab schon mal reinhören und möchten erstmal zur gelungenen Komposition gratulieren. Wie lange habt ihr an dem Album gearbeitet? Wo habt ihr es aufgenommen?

Artemis Rising: Danke für das Lob! Wir saßen sehr viel länger an dem Album als ursprünglich geplant oder gewollt. Eigentlich standen die Songs schon größtenteils vor über einem Jahr. Dadurch, dass immer wieder Sachen dazwischengekommen sind, haben wir aber tatsächlich über einen Zeitraum von über zwei Jahren an dem Album gearbeitet, wobei das Songwriting dabei nur einen kleineren Teil der Zeit in Anspruch nahm.
Aufgenommen, gemixt, gemastert und produziert wurde das Album bei „Sawdust Recordings“ in Halle von Christoph Wieczorek. Das war eine sehr produktive und entspannte Zusammenarbeit. Wir waren dafür 2 Wochen durchgehend im Studio.

 

Gringoz: Wie geht bei euch das Songwriting vonstatten? Als Kollektiv, oder gibt es hier feste Hierarchien innerhalb der Band?

Artemis Rising: Die Grundidee geht meistens von unserem Gitarristen Dennis aus. Er setzt sich dann mit unserem Drummer Tobi zusammen und die beiden machen das instrumentale Grundgerüst. Unser Basser Kevin schaut dann meist nochmal drüber, ob Harmonien und Melodien stimmig sind. Unser Sänger Wim schreibt dann mit Unterstützung von Dennis Texte und Gesangsmelodien.
Generell habe wir das Songwriting vom Proberaum in das „Homestudio“ verlagert, weil man dort viel genauer auf Details eingehen kann und auch immer das große Ganze im Blick hat.

 

Gringoz: Habt ihr musikalische Vorbilder und wenn ja, welche?

Artemis Rising: Die variieren von Bandmitglied zu Bandmitglied sehr stark. Daher auch der vielfältige Sound, den man auf der Platte hören kann. Die Songs unterscheiden sich zum Teil weit voneinander. Das liegt vor allem daran, dass unsere Einflüsse von Jazz und Bigbandmusik über Foo Fighters und Pop-Punk über Prog-Metal bis hin zu Beatdown und Hardcore weit gestreut sind.

 

Gringoz: Ihr bezeichnet eure selbst als Metalcore-Posthardcore Band, betont aber, dass ihr euch durch Vielfalt in eurer Musik von dem Einheitsbrei abhebt. Worin genau besteht für euch dieser Unterschied zu anderen Bands des übergeordneten Genres?

Artemis Rising: Zuerst einmal ist uns relativ egal, was gerade „in“ ist in unserem Genre. Wir machen die Musik, auf die wir Bock haben, auch wenn gerade sehr viele neue Releases in dem Bereich in eine ähnliche Richtung gehen. Auf unserer Platte findet man auch mal einen „2006 haben angerufen, die wollen ihr Killswitch Engage Riff zurück“-Moment. Wir mischen da von Song zu Song gut durch und haben dann auch mal Breaks drin, die aus ganz anderen Stilrichtungen kommen und den Sound abwechslungsreicher machen.

 

Gringoz: Gibt es ein Konzept, das ihr auf dem Album verfolgt?

Artemis Rising: Die Reihenfolge der Songs ist natürlich mit Bedacht gewählt und soll einen Spannungsbogen erzeugen. Es handelt sich aber um kein „Konzept-Album“, auf dem durchgehend eine Geschichte mit auch wiederkehrenden musikalischen Themen erzählt wird.
Wir haben versucht unsere Stärken bereits veröffentlichter Songs rauszukristallisieren und die konsequent weiterzuentwickeln.
Vor allem war uns aber wichtig, nicht 10 Mal denselben Song auf das Album zu packen. Wir sind bei jedem Track mit der Prämisse an das Songwriting gegangen, dass er Elemente enthalten soll, die auf der Platte einzigartig sind.

 

Gringoz: Was war euer größter Moment als Band bislang?

Artemis Rising: Das wird tatsächlich gewesen sein, als wir den ersten Mix unseres Albums zugeschickt bekommen haben. Das war irgendwann spät abends und wir sind von überall her zu unserem Gitarristen Dennis gefahren, um uns das Ding gemeinsam anzuhören.
Daneben hatten wir auch schon einige Konzerte, bei denen das Publikum extrem ausgerastet ist und uns unvergessliche Abende bereitet hat.

 

Gringoz: Können wir uns auf eine ausgedehnte Tour zum Albumrelease freuen?

Artemis Rising: Eine längere Tour am Stück wird es nach dem Album nicht geben. Wir werden aber Wochenende für Wochenende mit Ascension durch Deutschland ziehen und unsere Musik zu den Leuten bringen!

 

Fotocredits: Artemis Rising

About The Author

Eine Italienerin in Franken. Popkulturelle Geisteswissenschaftlerin. Geht jährlich auf über 100 Konzerte von David Hasselhoff bis Heaven Shall Burn. Mag Katzen, Pasta und Weinschorle. All time favourite Band: Bonaparte

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