RISE AGAINST – Ghost Note Symphonies Vol. 1

Wenn man an Rise Against denkt, denkt man vermutlich erst einmal an laute Töne und wilden Sound, doch allerspätestens seit dem 2008 erschienenen „Hero of War“ wissen wir alle, dass Tim McIlrath auch andere Töne anschlagen kann und jeder der bei besagtem Song schon einmal eine Träne hat wegblinzeln müssen, weiß auch, wie emotional eine Rise Against Ballade daherkommt.
Mit Ghost Note Symphonies Vol. 1, das am 27.07. erscheint, geht wohl für jeden, der auch die ruhigen Töne zu schätzen weiß ein Traum in Erfüllung, denn die vier Musiker haben zehn Songs von ihren Alben ausgewählt, neu eingespielt und in ein ruhiges Gewand gekleidet und obwohl es sich bei den ausgewählten Songs durchweg um bekannte Lieder handelt sind es doch völlig neue Songs. Die neuen Arrangements variieren zwischen akustischen und halbakustischen Begleitungen, die jedoch alle eins gemein haben: sie setzen Tims Stimme in den Fokus, ohne jedoch als musikalische Leistung in den Hintergrund zu rücken. Die Compilation ist ein wahrer Gewinn für jeden Rise Against Fan, wie auch für diejenigen, die es lieber melodisch mögen und kein Problem damit haben, eine dreiminütige Gänsehaut zu bekommen, bei einem Song wie „Like the Angel“ zum Beispiel. Natürlich durfte auf der Platte auch „Savior“ nicht fehlen und dieser Song haut einfach um. Generell sind die Ghost Note Symphonies sehr gefühlvoll und bewegend. Die erschienenen Singles, „House on Fire“, vom letzten Album „Wolves“ (2017), sowie „Like the Angel“ und „Voices off Camera“, beide von „Revolution per Minute“ (2003) geben hier einen sehr guten Vorgeschmack. Wem es einem dabei nicht kalt über den Rücken läuft, der hat wirklich starke Nerven. Der Klang von McIlraths teils doch so rauer Stimme jagt einem gern einmal einen Schauer über den Rücken und die Texte der einzelnen Songs hallen nach. „The Violence“ und „Far from perfect“ „Wolves“ (2017) sind hier gute Beispiele. Die Texte der Band regen zum Nachdenken an und gerade in einem so ruhigen Arrangement kommt dies noch einmal besonders gut zur Geltung. 

Zusammengefasst: hört es euch an! Die „Ghost Note Symphonies“ sind in meinen Augen genau das, was uns von Rise Against noch gefehlt hat und eine sehr schöne Ergänzung in jeder Plattensammlung. Die Songs sind gut ausgewählt und das „Vol. 1“ lässt es schon erahnen, es wird nicht die letzte Compilation dieser Art gewesen sein. Wir sind gespannt dauf! 

Tracklist:

  1.  The Violence (Wolves; 2017) 
  2. Audience of one (Appeal to Reason; 2008) 
  3. Faint Resemblance (The Unraveling; 2001) 
  4. House on Fire (Wolves; 2017) 
  5. Like the Angel (Revolution per Minute; 2003) 
  6. Miracle (Wolves; 2017) 
  7. Savior (Audience of One; 2008) 
  8. Wait for me (Endgame; 2011) 
  9. Far from Perfect (Wolves; 2017) 
  10. Voices off Camera (Revolution per Minute; 2003)  

Hier noch ein kleiner Vorgeschmack, für alle die sich noch überzeugen müssen:

Fotocredit: Nils Boysen @Gringoz Magazine 

SOUND
KONZEPT
HÖRSPASS
4.5

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