Knapp 30° Grad, Sonne pur und am Abend ein Konzert. Kann es im Sommer eine bessere Kombination geben? Kamera eingepackt und schon gings los Richtung Konzertlocation. Dieses Mal mitten im Herzen von Neukölln. Der Zwischendurch auch für Theater genutzte Heimathafen Neukölln fühlte sich schon etwas zu schick für ein Pop-Punk Konzert, konnte aber im Laufe des Abends seinen Charme vollends ausspielen. Etwas verwunderlich war jedoch, dass das Konzert erst um 21 Uhr starten sollte. Auf dem ersten Blick sehr verwunderlich, so war auf den Tickets immerhin von drei Bands die Rede. Boston Manor sagte aber die Teilnahme noch vor dem Konzert ab, mitbekommen hat das aber leider nicht jeder. So waren dann einige Leute sehr verwundert, warum nach der Vorband HappyDaze direkt der Main-Act in Form von Neck Deep auf die Bühne kam. Nichtsdestotrotz wurde das beste daraus gemacht und einem ordentlicher Konzertabend stand nichts mehr im Wege.

HappyDaze aus Schottland betraten um Punkt 21 Uhr die Bühne und zeigten direkt, wie sehr die einzelnen Mitglieder auf das Konzert gehypt waren. Noch während des Intros sprangen die Jungs schon auf der Bühne hin und her. Am Anfang war das Publikum wohl jedoch noch etwas erschöpft von den warmen Temperaturen, denn bis auf etwas Kopfnicken war zu Beginn des Sets nicht zu merken. Mit der Zeit wurde die Stimmung jedoch immer besser und schon in der Mitte des Sets konnten HappyDaze die Leute in ihren Bann ziehen. Ausgelassenes moshen, im Takt nickende Köpfe und einzelne, kleine Pits waren während des Sets zu sehen. HappyDaze waren dann auch sichtlich happy, denn es war für die Jungs laut eigener Aussage die erste Show in Berlin. So bleibt das einem doch direkt in Erinnerung. Nach acht Songs war es dann aber auch Zeit, die Bühne zu räumen und den Platz frei zu machen für Neck Deep.

Nach knapp 20 Minuten umbauen war es dann endlich so weit. Wie oben bereits erwähnt haben einige Leute jetzt erst noch Boston Manor erwartet, aber direkt den Headliner zu sehen ist ja auch nichts schlechtes. Kaum waren die Jungs auf der Bühne ging es auch schon mit dem brandneuen Song STFU los und sofort war klar: am Ende des Konzerts werden einige Leute ziemlich fertig sein. Mitten im Set gab es dann aber wohl technische Probleme mit dem Schlagzeug, dies nutzte Frontmann Ben Barlow aber um einfach mal ein kleinen Solo-Song zu performen. Mit Head to the Ground konnte Berlin also einen Song erleben, der so bei anderen Stopps der Tour nicht gespielt wurde. Dafür flog mit She’s a God aber ein anderer Song aus der Setlist. Am Ende bleibt aber ein sehr entspannter Konzertabend in Erinnerung, der durch die Location noch mal ein ganz anderes Feeling hatte, das sah Ben Barlow laut seiner Aussage auf der Bühne im übrigen genau so.

Mehr Bilder vom Abend findet ihr übrigens in unserer Galerie. Wer sich für die Setlists der beiden Bands interessiert kann diese hier aufklappen:

HappyDaze Setlist

1. With You

2. Go Wrong

3. Feel It

4. Heartbeats

5. Heatwave

6. Missing Out

7. What’s It For

8. Bad Taste

Neck Deep Setlist

1. STFU

2. Lowlife

3. Motion Sickness

4. A Part of Me

5. Head to the Ground

6. Serpents

7. Citizens of Earth

8. What Did You Expect?

9. Kali Ma

10. Smooth Seas Don’t Make Good Sailors

11. When You Know

12. December

13. Can’t Pick Up the Roots

14. Where Do We Go When We Go

15. Gold Steps

16. In Bloom

Fotocredits: datzphotography

Dennis
Dennis

Knippst gerne Fotos von Menschen die auf der Bühne stehen, kennt sich in der japanischen Metalszene besser aus als in seiner Westentasche und gibt in Reviews gern seine unqualifizierte Meinung ab.

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner