Nach über 11 Jahren im Geschäft gehören Eskimo Callboy schon lange zu den ganz Großen in der Szene und haben sich gerade in der Pandemie durch die frische Besetzung von Nico Sallach einen Namen gemacht. Hits wie Hypa Hypa, We Got The Moves oder der neuste Chartstürmer Pump It sprechen für die Band und ihr präzises Gespür für Hymnen.

Doch natürlich waren auch die Jungs aus Castrop-Rauxel mal jung und gerade in der Glanzzeit des Trancecore gefühlt in den versifften Clubs der Republik zuhause. Klar ist dabei auch, dass gerade in der sehr turbulenten Anfangszeit, in der alle Lyrics ohne Label im Proberaum entstanden sind, dass diese ggf. schlecht altern und der aktuellen political correctness nicht mehr entsprechen. Teilweise erlebten wir ja schon, dass auf der MMXX (2020) Platte einige alte Songs umgeschrieben wurden, doch wenn man einen aktuellen Instagram Post der Band mal unter die Lupe nimmt, merkt man direkt, dass dieses Umschreiben der Band nicht reicht. In einem langen Statement wird auf dieses Thema eingegangen:

„[…] Das Internet vergisst nicht. Auch nicht die Texte, die wir heute nicht mehr schreiben würden. Ohne Spaß und Ironie können wir nicht, aber natürlich gibt es dafür Grenzen. Wir entschuldigen uns bei allen, die wir mit unseren Texten diskriminiert oder verletzt haben. Das war nie unsere Absicht. Deswegen sind wir bereits dabei, diese Songs offline zu nehmen. Wir sind eine tolerante und weltoffene Band und gegen jegliche Form von Rassismus und Ausgrenzung. Denn unsere Musik soll euch allen genauso Spaß machen wie uns. Scheiße finden dürft ihr uns aber natürlich trotzdem. […]“

Abgeschlossen wird der Post mit:

„Jetzt erstmal Weihnachten. Ihr gönnt euch ordentliche Feiertage und wir machen uns mal Gedanken zu unserem Namen. Gute Ideen welcome!“

Wir dürfen also gespannt sein! 2022 gibt es vielleicht Eskimo Callboy unter neuem Namen mit einer entsprechenden Distanz zu alten Songs?

Alex Hoppen
Alex Hoppen

Denkt er wäre der Administrator, fährt Smart, mag Enten, Guitar-Hero-Profi, putzt Bier mit Zähnen – oder umgekehrt?, cheated bei Pokémon Go, speifrei seit 2014, Erste-Reihe-Milchtrinker aus Überzeugung und liebt Katzenbilder.