Am Freitag den 23.07.2021 haben Rogers live beim Draußen im Grünen, im Musikpavilion Planten un Bloomen in Hamburg, gespielt und wir waren natürlich für euch mit dabei!

Als Vorband haben Casino Blackout ordentlich eingeheizt. Mit Songs wie „Hier Unten“ oder „Bestehen bleiben“ und „Für immer zu verlieren“ bringen sie das Publikum schon ordentlich in Schwung, trotz des ausgesprochenen Tanzverbotes.  Die Musik von Casino Blackout ist einfach punkig und nach vorn treibend. Besonders sympathisch ist es, dass sie von der Bühne aus ihre Fans wieder erkennen und auch direkt ansprechen.

Nach einer wirklich kurzen Umbau-Pause geht es dann endlich los mit Rogers. Das Set startet wie man es kennt mit ihrem Hit „MIttelfinger für immer“, direkt gefolgt von „Ein Scheiß Muss Ich“. Nach diesem Song ist die Stimmung schon so gut, dass Sänger Chri das Publikum dazu auffordert am Sitzplatz zu tanzen, was jedoch direkt nach dem nächsten Song „Zu Spät“ wieder untersagt werden muss. Nach dem Song „Mensch“ spricht Chri dann aus, was sich wohl so mancher im Publikum auch schon gedacht hat. Bei der Location fühlt es sich an wie im ZDF Fernsehgarten. Der Ausspruch von Chri „Wenn ihr wollt mach ich die Kiwi für euch“ führt zu allgemeinheitlichem, lautem Lachen, was die Stimmung wieder auflockert.

Doch die richtige Auflockerung kommt erst nach dem Song „Ganz nach Oben“ als endlich endgültig das Tanzverbot aufgehoben wird! Dadurch gehen dann die folgenden Songs „Geh mir nicht mehr auf die Eier“ und der Cover-Hit „Kreuzberger Nächte sind lang“ so richtig ab und ein jeder wird von der Stimmung im Publikum mitgerissen zum am Platz Tanzen oder zum Mitsingen.

Doch Rogers beweisen auch mal wieder, dass sie auch Gefühle zeigen können. „Wo immer du gerade bist“ widmen sie der jüngst verstorbenen Mutter von Mathias. Danach geht es weiter mit den Songs „Hoch die Tassen“ und „Eure Zeit“ und dann muss Chri eingestehen, dass er all die Jahre gelogen hat, denn er wohnt ganz oben und somit gibt es gar keine „Nachbarn von Oben“!

Es gibt Songs die auf einem Rogers Konzert einfach nicht fehlen dürfen und dazu zählt eindeutig „Vergiss Nie“. Danach folgen Klassiker wie „Augen auf“ und „Anders als Ihr“, wie auch „Nie euer Land“, „Alles für Nichts“ und „Allein“. Dann kommt auch schon der letzte Song des Abends „Einen letzten Abend“, bei dem nochmal alle Fahnen rausgeholt werden und sie die Seele aus dem Leib gegröhlt wird. Sehr verheißungsvoll geht dann dieser „letzte“ Song in das Intro von „L’Amour toujours“ über doch leider wird dieser Song nicht noch als Zugabe gespielt, was wohl daran lag, dass um 22 Uhr wirklich das Konzert beendet sein musste.

Gesamt betrachtet war es ein wundervoller Abend mit den Rogers. Allerdings kommt bei einem Sitz- oder Am-Platz-Tanz-Konzert nicht der richtige Punk-Spirit rüber. Jedoch kann man solche Veranstaltungen als Hoffnungsschimmer am Horizont ansehen, auf dass es bald wieder Konzerte geben wird bei denen man in der Masse schwitzen kann.

Fotocredits: Mareike

mareike
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