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Review: Donots: Heute Pläne, morgen Konfetti: 27 Jahre Donots – Die Show

by Mareike

Nachdem ihr Livestream-Konzert um eine Woche verschoben werden musste, fand gestern endlich „Heute Pläne, morgen Konfetti: 27 Jahre Donots – Die Show“ statt. Lange haben es die Jungs aus Ibbenbüren vermieden ein Livestream-Konzert zu geben, doch das Warten hat sich gelohnt. Der Abend war einfach super und komplett anders, als man es von Livestream-Konzerten gewohnt ist.

Die Pre-Show sollte eigentlicht bereits um 18.30 Uhr starten. Leider kam es dann durch Serverprobleme zu einer Stunde Verzögerung. Es begann mit einer Diashow von Bildern und Plakaten der letzten 27 Jahre. Dann startete endlich das Musikprogramm! Den Anfang machten Akne Kid Joe gefolgt von Schreng Schreng & La La. Danach gaben sich die Freunde und Wegbegleiter der Donots die Klinke in die Hand. Tim Vantol hat mit seiner Band ein Cover des Bad Religion-Klassikers „Sorrow“ gespielt und direkt danach haben Montreal erstmalig ihre „120 Sekunden“ in unplugged gespielt. Itchy haben den Donots-Song „Suitcase Life“ gespielt und Costa von der Sondaschule „RIP Audio“. Besondere Highlights waren eindeutig Nathen Maxwell (Flogging Molly), der „Problem What Problem“ gespielt hat, und Justin Sane (Anti-Flag), welcher „I Will Deny“ performed hat. Außerdem gab es noch Beiträge von Matze Rossi, Nicholas Müller (Jupiter Jones), Jakob Amr (Leoniden), Danger Dan und Thees Uhlmann. Den Abschluss machte Frank Turner. Er spielte die deutsche Version seines Songs „Kleine Schritte“.

Das Hauptprogramm startet mit einer Lesung von Nilz Bokelberg, welcher auch das Hörbuch zur Bandbiographie eingelesen hat. Mit dem Prolog stimmt er auf das erste Live-Set der Donots ein. Diese beginnen dann direkt mit voller Energie bei „Heute Pläne, Morgen Konfetti“ und anschließend ihrem Hit „Calling“. Spätestens jetzt geht es in den Wohnzimmern voll ab, was man als Zuschauer auch mitbekommen kann, denn alle Zuschauer die Interaktiv-Tickets haben, werden über den ganzen Abend hinweg per Video eingeblendet. Weiter geht es mit einer kleinen Talk-Runde und der Autor Ingo Neumayer liest aus dem Kapitel „Teil 1: And the winner is …“. Anschließend wird es interaktiv, denn die Zuschauer können abstimmen welcher Song als nächstes gespielt wird. Zur Auswahl stehen „You Cannot“, als der Song mit dem ihre Karriere angefangen hat, „Along The Way“, dieser Bad Religion Song war der erste den die Donots je gespielt haben, und „Outshine The World“, als erster Donots-Song zu dem ein Video gedreht wurde. Letzterer siegte in der Abstimmung mit weitem Abstand und um in diesem Set gleich bei Klassikern zu bleiben, legen die Donots noch „Room With A View“ hinterher.

Weiter geht es mit zwei Lesungen aus Teil 2 des Buches, zum ersten New York Besuch der Band wie auch ihren ersten Erfahrungen in Japan. Dazwischen wird noch ein Tattoo, gestochen von Gitarrist Guido, verlost. Es folgt eine super Idee die irgendwie in ihrer Umsetzung scheitert. Es soll Karaoke gesungen werden vom interaktiven Publikum zu „We’re Not Gonna Take It“, was leider nicht so ganz klappt. Dafür klingen die folgenden Live-Songs „Wretched Boy“ und „Stop The Clocks“ umso besser. Anschließend gibt es wieder eine Abstimmung, diesmal ein Rätsel, gefolgt von einem gelesenen Kapitel und auf einmal tritt ein Überraschungsgast auf! Ole Plogstedt von der Roten Gourmet Fraktion überrascht die Donots mit seiner Strafbar. Den ersten Song vom nächsten Set, „Piano Mortale“, widmen die Jungs aus Ibbenbüren ihrem Fanclub dem „Circle Pit Club“. Doch nur einen Song zu spielen geht ja nicht, also gibt es auch noch „Wake The Dogs“ auf die Ohren. Nach Jedem Live-Set folgt natürlich eine Lesung und ein kleines Spiel, dieses mal das Trashbild-Karussel, was wirklich für lustige Anektdoten sorgt. Dann nimmt der Abend auch leider schon ein Ende. Im letzten Set spielen die Donots noch ein paar deutschsprachige Songs: „Keiner Kommt Hier Lebend Raus“ und „Eine Letzte Letzte Runde“. Doch wer schon mal die Donots live gesehen hat, weiss genau, es ist noch nicht zu Ende wenn nicht „So Long“ gespielt wurde.

Abschließend ist zu diesem Livestream-Konzert-Abend nur eines zu sagen: es war wundervoll! Wir alle vermissen Konzerte und das wissen wir auch. Wir sehen oft genug bei Livestreams die Namen von Bekannten im Chatfenster, doch nun endlich mal wieder all die Menschen die dabei sind auch zu sehen, ist etwas vollkommen anderes, auch wenn es nur via Video ist. Hinzu kommt, dass der Abend durch die abwechselnden Live-Sets und Lesungen und Talks sehr aufgelockert war und man hat einfach noch mehr über die Band erfahren. Es hat Spaß gemacht und doch freut man sich nun umso mehr darauf, wenn wir endlich wieder zusammen vor der Bühne bei den Donots abschwitzen können.

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