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Hollywood Undead – Undead Unhinged Livestream

by niici

Wie verpackt man 107 Minuten Spannung, Gänsehaut und Euphorie wohl am Besten in ein Review?

Um ehrlich zu sein: Es könnte ganz schön schwierig werden! Denn was die Jungs von Hollywood Undead dieses Wochenende mit ihrem „UNDEAD UNHINGED“ Stream abgeliefert haben, war einfach nur der Wahnsinn! Gerade jetzt, wo unser Alltag besonders stark von Social Distancing, Lockdowns und dutzenden Einschränkungen geprägt ist – und es absolut unvorstellbar ist, ein Konzert oder Festival zu besuchen, werden Auto Konzerte zum neusten und angesagtesten Shit – und so auch Online Konzerte und Streams!

Du sitzt also zu Hause auf der Couch, löffelst deinen Ben & Jerry‘s Becher und Hollywood Undead spielen für dich in deinem Wohnzimmer. Genau so hat sich das in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai bei mir abgespielt, als die Jungs eine Stunde nach Mitternacht ihre „UNDEAD UNHINGED“ Premiere starteten. Tickets hierfür konnte man schon vorab für 20$ ergattern und bekam dafür das ganze Wochenende lang Zugang zum Stream. Für mich war dies mein aller erstes Online Konzert und gleichzeitig eine völlig neue Erfahrung! Du siehst die Band, fängst an zu grinsen und erinnerst dich an die Zeit zurück, in der du in einer kleinen Halle – umgeben von tausenden anderen Menschen gefeiert hast. Leider saßen Millionen Menschen nun vor ihren Handys, Laptops und Computern! Allein, aber trotzdem irgendwie gemeinsam, weil du ganz genau weißt, dass die Undead Crew zusammenhält und sich dieses Spektakel auf keinen Fall entgehen lässt.

Die Band aus Los Angeles hat sich wirklich verdammt viel Mühe gegeben, diesen Stream zusammen mit ihrer Crew auf die Beine zu stellen und dabei nicht nur eine abwechslungsreiche Setlist zu kreieren – sondern uns zwischen den Songs auch einen kleinen Einblick hinter die Kulissen zu verschaffen und zu erzählen, welche Geschichten eigentlich hinter all den Songs stecken und wie sie zu Leben erweckt wurden. Es muss sich für die Band verrückt und aufregend zugleich angefühlt haben, nach über einem Jahr endlich wieder ihrer Leidenschaft nachzugehen und für ihre Fans zu spielen! Doch die Jungs setzen gleich zu Beginn ein klares Statement, dass sie noch immer Bock auf den Scheiß haben und es lieben Musik zu machen!

Los ging’s dann also mit ihrem ersten Song „Whatever It Takes“, bei dem Charlie Scene gleich mal versuchte zusammen mit Drummer Greg Garman für etwas Stimmung zu sorgen! Die Band hat den Song als Motivationskick geschrieben und möchte uns damit etwas geben, das uns anspornt, um genau das zu tun, was nötig ist, um alles erreichen zu können! Egal was es ist! Es ist nur wichtig, sich auf Dinge einzulassen, sich ihnen zu stellen und sich vor allem niemals unterkriege zu lassen!

Mit „Day of the Dead“ und „Coming in Hot“ hauten die Jungs auf jeden Fall ein paar Konzert- und Festivalfavoriten raus und ließen uns für einen Moment in Erinnerungen an Moshpits und Singalongs schwelgen, bevor sie uns mit „Gone“ und einem komplett anderen Setup überraschten.

Denn plötzlich saßen sie da, mit ihren Akustikgitarren, einem Streichorchester im Hintergrund und spielten tatsächlich ihr erstes Unplugged Konzert, mit dem sie sich selbst einen lang ersehnten Wunsch und kleinen Traum erfüllten. Und wenn das nicht schon eindrucksvoll und bewegend genug gewesen wäre, hauten sie auch noch ein Cover raus, mit dem wohl niemand gerechnet hätte. Die Kalifornier coverten den Song „Have You Ever Seen The Rain“ von Creedence Clearwater Revival. Verdammt ist das gut geworden! Das war der Moment, in dem ich die Arme über den Kopf schwang und gar nicht mehr damit aufhören konnte zu schunkeln!

Außerdem spielten Sie einen Song, den sie zuvor noch nie live performt haben. Premiere 2.0 würde ich das nennen. Der Song heißt „Rain“ und ist von ihrem dritten Album „Notes from the Underground“.  Auch diesen Song hat die Band mit ihren Akustik Gitarren begleitet, während im Hintergrund das Orchester spielte. J-Dog erzählte dazu, dass mit diesem Song damals eine kleine Evolution begann. Dies sein nämlich Hollywood Undead’s erster Song mit richtigem Gesang und akustischer Begleitung gewesen. Etwas völlig Neues, im Vergleich zu ihren bis dahin recht aggressiven Riffs und Texten. Die Message der Jungs: Lauft nicht weg vor dem Schmerz, den euch das Leben manchmal bereitet. Akzeptiert ihn und lernt damit umzugehen. Wie den Regen!

Natürlich wurden auch die absoluten „Must-Haves“ wie „Hear Me Now“, „Levitate“ oder „Undead“ gespeilt, bei letzterem sogar der ehemalige Sänger der Band Atreyu, Alex Varkatzas zu Gast war. „Everywhere I Go“ bildete den Schluss und bescherte dem bis dahin schon eindrucksvollen Stream einen krönenden Abschluss.

Ein absolut episches Online Konzert, mit einer tollen Erfahrung, welches die 20$ absolut wert war! Ich finde es so unbeschreiblich toll und unglaublich, was Bands in dieser Zeit für ihre Fans leisten, um Ihnen das zu geben, worauf wir seit fast anderthalb Jahren verzichten müssen!

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