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Review: Escape The Fate – Chemical Warfare

by Alex Hoppen

Zwei Debatten werden wahrscheinlich nie enden: Heißt es die oder das Nutella und ist eine Band oder ein Künstler auf bestem Wege in den bösen Mainstream zu treiben, wenn der alte Sound nach und nach dem weicht, was man als harter Fan gewohnt ist?

Ersteres können wir euch leider nicht eindeutig beantworten, wer jedoch auf die zweite Debatte sofort mit JA antworten will, sollte genau hier das Lesen einstellen, die Seite schließen und so tun, als hätte Escape The Fate seit 2008 kein Album mehr veröffentlicht – alle anderen: Steigt auf unser Boot und lasst euch einfach treiben, mal sehen wo wir mit Chemical Warfare (2021) landen!

Wer ist das?!

Zugegeben, es braucht einige Anläufe, bis man realisiert, dass es sich hierbei um die neuste Platte der ehemaligen Core-Giganten aus den Staaten handelt – die Entwicklung der letzten beiden Alben erreicht mit Chemical Warfare (2021) ihren aktuellen Höhepunkt: Catchy Refrains, taktvolle Refrains und einfach eine riesen Schublade guter Laune kommt bei den meisten Songs uns entgegen – das doch geniale daran ist: Es funktioniert! Kein Song auf der Platte hat diesen „Kann man skippen“ Charakter und sorgt auch beim 5. Durchlauf noch für pure Unterhaltung.

Allen voraus haut der stark tanzbare Song Unbreakable sowie der Opener Lightning Strike alles raus, was man gut und gerne Mainstream nennen kann – dennoch sitzen wir hier mit Bier und Slayer Shirt und feiern es (ja man darf das!).

Starke Featurings sprechen für sich!

Bereits vorab wurden die beiden Singles Invincible (feat. Lindsey Stirling) und Not My Problem (feat. Travis Barker) im Netz recht positiv begrüßt. Wo die harte Fraktion natürlich einen Ausverkauf witterte, indem man sich einfach mal entsprechende Größen in die Songs holt erkennen andere wiederum das Potential gerade hinter Songs wie Invincible an. Hier entpuppt sich auch das kleine unique Highlight der Platte – kann so gerne auf der nächsten Tour gebucht werden.

Ist das denn jetzt Mainstream?

Wie wohl bekannteste und gefürchtetste Frage im Musik-Business, wobei man hier einer ehrlichen Antwort keine Scheu zeigen sollte: Klar und Nein! Wir hören hier einfach die nächste Stufe einer jahrelangen Evolution einer Band, welche noch nicht aufgehört hat Künstler zu sein und sich stets neuen Herausforderungen stellt. Würde man es der großen Masse an Fans recht machen wollen, sollten Escape The Fate einfach das 8. mal Dying Is Your Latest Fashion (2006) veröffentlichen und keiner kann sich beschweren – was ist hier also Mainstream?

Fazit

Wenn jemand unbedingt das Album in einem Wort zusammenfassen möchte , wäre das wohl mutig. Chemical Warfare (2021) hält den Kurs und kann sich ohne Probleme mit der restlichen Diskographie der Band messen auf seine Weise. Escape The Fate entwickeln mit jedem Album mehr Gespür für absolute Hits – es wäre durchaus interessant mal ein BestOf der Band zu bekommen.

Den einzigen Punkt, wen man hier anfechten kann ist, dass auf 38 Minuten pur gepresster modern Metal Musik zwar das Gesamtwerk durchaus glänzt, einzelne Songs aber hin und wieder leicht untergehen. Es fehlt ein bisschen an Abwechslung, wobei gerade die Featurings und die Schlussballade Walk On das ganze schon ordentlich durchmischen. Wer es aber schafft solche Hit-Klötze auf ein Album zu pressen, muss noch eine größere Brise Abwechslung mit reinbringen – dennoch ein sehr geniales Album!

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