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Review: While She Sleeps – Sleeps Society

by Dennis

Gut zwei Jahre ist es her, dass While She Sleeps mit „So What?“ ihr letztes Album veröffentlicht haben. Nun ist es endlich wieder soweit. Die fünfköpfige Band aus Sheffield steht mit ihrer neuen Platte „Sleeps Society“ in den Startlöchern. Ob das Album mit den bisher veröffentlichten Werken der Band mithalten kann, erfahrt ihr in unserer Review.

Enlightenment, der erste Song des Albums, startet mit einem leicht verzerrten Radio-Sample um uns schon mal auf das vorzubereiten, was gleich gleich auf uns zukommt. Schnell setzen Gitarre und Drums im gewohnten While She Sleeps Stil ein. Der insgesamt sehr melodisch gehaltene Song sticht neben seinem gekonnten Mix aus Clean und Scream Vocals besonders durch den mitreißenden Breakdown in der Mitte des Songs heraus. Zum Ende des Songs wirds dann wieder etwas ruhiger und melodisch. Dann wirds auch schon Zeit für den zweiten Song des Albums: You Are All You Need.

Der im Vorfeld bereits veröffentlichte Song macht es dann schon fast komplett umgekehrt wie der erste Song. Mit einem schnellen Start, der direkt Lust aufs nächste Konzert macht, zeigen While She Sleeps wo ihre gewohnten Stärken liegen. Der Mittelteil des Songs dagegen ist etwas ruhiger, nur um am Ende dann wieder mit einem ordentlichen Gitarrensolo fahrt aufzunehmen. Systematic kommt dann als dritter Song etwas chaotischer um die Ecke. Wer auf etwas schnellere Vocals zu denen man ordentlich den Kopf nicken kann steht wird hier sicher viel Freude haben. Für den perfekten Kontrast zum schnellen, chaotischen Systematic folgt nun wieder eine bereits veröffentlichte Single in Form von Nervous.

Starkes Feature gefolgt von einer kurzen Pause

Ein sanftes Klavier-Intro lässt hier vermuten, dass der folgende Song schon fast eine Art Ballade sein könnte. Mit dem Feature des Biffy Clyro Sängers Simon Neil hätten sich die Jungs keine bessere Stimme für den Song mit aufs Album nehmen können. Simon und WSS-Sänger Lawrence „Loz“ Taylor ergänzen sich hier wunderbar mit ihren Stimmen. Der Song nimmt im Verlauf immer mehr fahrt auf und sticht durch gut eingesetzte Screams und melodischen Gitarren-Parts hervor.

Eine wortwörtliche Verschnaufpause gibt es danach mit PYAI, schließlich erinnert der Song mit einem wiederholten „Breath“ genau daran. Etwas ungünstig gesetzt bringt einen das Interlude etwas aus dem Flow des Albums. Danach geht es dann mit Know Your Worth (Somebody) so weiter, wie man es von While She Sleeps erwartet. Ein Chorus, der zum Mitsingen einlädt und ein ebenfalls interessanter Breakdown lassen den Song jedoch im Vergleich zum Rest etwas untergehen. Nichtdestotrotz ein grundsolider Song.

While She Sleeps und Deryck Whibley passen einfach zusammen

No Defeat For The Brave läutet dann die zweite Hälfte des Albums ein. Das Feature des Sum 41 Sängers Deryck Whibley geht beim ersten hören des Songs eventuell unter, da sich die Stimmen recht ähnlich sind. Bei weiteren Durchläufen wird aber klar, dass die Stimme den Song sehr gut ergänzt. Deryck wirkt dabei wie ein Teil von While She Sleeps. Zum Ende des Songs gibt es noch ein längeres Gitarrensolo. Insgesamt stellt der Song ein Highlight des Albums dar und es wird spannend zu sehen sein, wie der Song live umgesetzt wird.

Division Street ist dann wohl mit Abstand der ruhigste Song der Platte. Nur mit einem Klavier begleitet werden hier mehrere Stimmen übereinander gelegt. Mit einem zusätzlichen Hall wirkt der Song leider etwas unangenehm und insgesamt sehr unpassend für das Album.

Sleeps Society bildet das Highlight des Albums

Sollte man beim vorherigen Song gedacht haben, dass das Album jetzt einen sanften Abschluss bekommen sollte, wird man hier ein böses Erwachen haben. Sleeps Society reißt einen direkt wieder mit. Ein sehr bedachter Aufbau des Songs endet in einem Song, bei dem man einfach nur mitsingen möchte. Definitiv ein Highlight des Albums. Call Of The Void startet mit einem sanften und mit mehreren Stimmen übereinandergelegtem Gesang. Zum Ende wird der Song zwar nochmal ein wenig schneller, reiht sich insgesamt aber dann doch eher in den Teil der ruhigeren Songs auf dem Album ein.

Das Ende des Albums bildet dann das siebenminütige DN3 3HT. Das ganze kann man nicht wirklich als Song betiteln, denn so besteht das ganze Stück nur aus einer vom Klavier begleiteten verzerrten Stimme die direkt zu der Sleeps Society spricht. Eine nette Danksagung an die Fans der Band, für ein Albumabschluss aber denkbar ungünstig. Die verzerrte Stimme ist sehr unangenehm zum Zuhören und lädt nicht gerade dazu ein, sich die ganzen sieben Minuten erneut anzuhören.

Fazit:

Wer While She Sleeps erwartet bekommt dies auch. Die Band aus Sheffield spielt ihre bekannten Stärken gewohnt aus. Eine große Weiterentwicklung der Band können wir aber nicht entdecken, ist aber auch gar nicht schlimm. Fans der Band werden genau das bekommen, was sie an While She Sleeps so lieben: Riffs die ins Ohr gehen, Gesangsstimmen die sich wunderbar ergänzen und kraftvolle Drums. Wer was anderes erwartet wird wohl ein wenig enttäuscht sein. Gerade die Zweite Hälfte des Albums ist etwas ZU ruhig. Den Abschlusstrack DN3 3HT kann man durchaus skippen, wenn man möchte. Die Featuregäste des Albums sind wunderbar gewählt und verleihen der Platte nochmal einen gewissen Reiz. Anspieltipps der Platte: Systematic, Nervous und Sleeps Society.

Tracklist:

1. Enlightenment
2. You Are All You Need
3. Systematic
4. Nervous (feat. Simon Neil)
5. PYAI
6. Know Your Worth (Somebody)
7. No Defeat For The Brave (feat. Deryck Whibley)
8. Division Street
9. Sleeps Society
10. Call Of The Void
11. DN3 3HT

FOTOCREDITS: While She Sleeps / Pressebild

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