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Review: Stepson – Help Me, Help You

by Dennis

Eigentlich hätte das langersehnte Debutalbum „Help Me, Help You“ der australischen Punk/Hardcore Truppe bereits letztes Jahr erscheinen sollen. Doch neben dem Release des Albums wurde auch die erste Tour durch Europa bedingt durch Corona gestrichen. Aufgeschoben ist aber noch lange nicht aufgehoben und am Freitag, dem 26.03.2021 ist es endlich soweit. Nachdem die Band in ihrer langjährigen Geschichte, gegründet 2014, bereits die ein oder andere EP rausgebracht hat, wird es nun Zeit endlich das erste richtige Album von der Leine loszulassen.

Direkt zum Anfang wird uns ein sanfter Einstieg vorgegaukelt, denn „Learning To Let Go“ startet mit einem seichten Intro, welches dann direkt mit einem kraftvollen Einstieg von Frontmann Brock Conry unterbrochen wird und so zeigt, was uns da wohl noch alles erwarten kann. Hier bekommt man schnell Lust auf mehr! Nach dem wir also vom australischen Quintett im ersten Song abgeholt worden sind, folgen nun die bereits im Vorfeld veröffentlichten Songs „Run“, „Deeper Sleep“, „Who Are We“ und dem lyrisch emotional geladenem „The Entire History Of You“.

Wenn man durch diese vier Songs durch ist, merkt man auch direkt warum Stepson gerne ein bisschen herumexperimentieren, denn abwechslungsreich sind die Songs allemal. Vom Punk-Poppigem „Who Are We“ zu inhaltlich emotionalen Songs wie „Deeper Sleep“ beweisen die Jungs, dass ihre Inspirationen nicht auf ein bestimmtes Genre beschränkt sind. Gerade „Deeper Sleep“ ist ein Song, bei dem die Band selbst angibt weit über den Tellerrand geschaut zu haben. „Wir probieren eine Menge verschiedene Dinge aus, sowohl technisch als auch musikalisch.“

Nach den Single-Releases geht es nun in die zweite Hälfte des Albums. Mit „I Wish“ folgt ein Song der durchaus dazu einladen kann das Tanzbein zu einem langsamen, groovigen Beat schwingen zu lassen. Irgendwie unerwartet, jedoch auf sehr auflockernd. „Dilemma“ führt den ruhigeren Part des Albums fort, zumindest zu Beginn. Nach einem ruhigeren Teil der besonders durch die Akustikgitarre geprägt ist, hält zur Mitte des Songs der Punk wieder inne und holt uns direkt wieder zurück. Mit „Come With Me“ erwartet uns wohl der härteste Song auf der Platte. Besonders hier merkt man wie sich die beiden Vocalists Brock Conry und Jayden Ridley perfekt ergänzen. Wer also etwas härtere Musik mit Einflüssen von Punk mag, wird hier fündig.

Der nächste Song „Hush“ läutet dann so langsam das Ende des Albums ein. Hier hervor zu heben ist das Feature vom „Dream On Dreamer“ Gitarristen/Sänger Zach Britt. Insgesamt ein etwas ruhigerer Song, der aber durchaus ins Ohr geht und da auch eine Weile bleibt, besonders der Chorus. Mit „The Shift, The Blur“ ist es dann an der Zeit für meinen persönlichen Favoriten des Albums. Besonders für Live-Konzerte sollte der Song durch seine Sing-Alongs und seinem schnellen Tempo wunderbar geeignet sein. „Say Something“ führt uns dann nach gut 40 Minuten zum Ende des Albums. Der Song lädt dazu ein, die Augen einfach mal zu schließen und sich der Musik voll hinzugeben. Ein gelungener Abschluss der nochmal alles was Stepson ausmacht in einem Song zusammenfasst.

Fazit

Mit „Help Me, Help You“ hauen Stepson ein Debutalbum raus, was wohl kaum einen Wunsch offenlässt. Wirft man zuerst einen Blick auf die Single-Releases, so könnte man denken, dass besonders die erste Hälfte des Albums das große Highlight sein könnte. Aber gerade im zweiten Teil findet man die versteckten Perlen. Stepson spielen ihre große Stärke mit ihren abwechslungsreichen Songs stark aus. Einzeln betrachtet könnte man sicherlich meinen, dass einige Songs nicht wirklich zueinander passen. Im Ganzen aber zeigt sich gerade hier, dass die Songs dem Album einen wundervollen Ablauf ermöglichen. Es ist also empfohlen die Platte von Anfang bis Ende zu hören. Als einzelne Anspielempfehlungen kann ich aber „Who Are We“, „The Shift, The Blur“ und „Come With Me“ ans Herz legen. Sharptone Records beweist wieder einmal, welches Potential in ihren Bands steckt.

Wer nun so richtig Lust auf Stepson bekommen hat kann sich durchaus freuen. Im November sind die Jungs aus Australien im Zuge der Never Say Die! Tour 2021 für eine Menge Konzerte in Deutschland unterwegs!

Tracklist:
1. Learning To Let Go
2. Run
3. Deeper Sleep
4. Who Are We
5. The Entire History Of You
6. I Wish
7. Dilemma
8. Come With Me
9. Hush (feat. Zach Britt)
10. The Shift, The Blur
11. Say Something

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