Home ReviewsMusic Reviews Review: NOFX – Single Album

Review: NOFX – Single Album

by Mareike

Am 26. Februar 2021 erscheint mit „Single Album“ das 14. Studioalbum von NOFX unter dem Label Fat Wreck Chords. Frontmann Fat Mike nennt es selbst sein „Depressionsalbum“. Dass das Album schon lange im Kasten ist erkennt man eindeutig daran, wie viele Songs über einen recht langen Zeitraum vorab veröffentlich wurden. Mittlerweile wurden 4 von 10 Songs ausgekoppelt, der erste bereits im März 2020. Doch die Jungs aus Los Angeles ruhen sich darauf nicht aus, sondern haben sich das Ziel gesetzt, noch dieses Jahr ein weiteres Album zu veröffentlichen.

„Single Album“ beginnt anders als man es erwartet. „The Big Drag“ startet mit einem minimalistischen Gitarrenintro und die zweite, dazukommende Gitarre erinnert ein wenig in ihrer Disharmonie an Dead Kennedys. Der Song ist absolut Punkrock-untypisch fast 6 Minuten lang und steigert sich konsequent in seiner Intensität. Man spürt direkt eine gewissen Melancholie. Doch diese bleibt nicht lange bestehen, denn bereits der zweite Song „I Love You More Than I Hate Me“ klingt wieder total nach dem was wir von NOFX gewohnt sind, mit seinen gedoppelten Gesängen. Allerdings geht es im Text und vor allem im Video wieder richtig zur Sache. (Warnung: Suiziddarstellung!)

Es gibt aber auch Songs, welche die ernsten Themen mit einer gewissen Leichtigkeit behandeln. So zum Beispiel „Fuck Euphemism“, welcher Kritik an Homophobie äußert und aufzeigt wie wichtig gender-gerechte Sprache ist. Dies zeigen gleich die ersten Zeilen: „I walked into the eagle and someone called me CIS – I said I’m not CIS I’m a Sissy, should I call you Mister or Miss“. „Fuck Euphemism“ ist auch die zuletzt erschienene Single-Auskopplung. Das am 03. Februar 2021 veröffentlichte Video dazu findet ihr hier.

Im Vergleich dazu sehr düster wird es beim Song „Doors and Fours“. Nach einem bluesigen Intro, welches noch recht leicht daher kommt, geht der Song über in sehr massive Gitarren-Riffs die man schon dem Metal zuordnen kann. Die Lyrics hellen die Stimmung auch nicht mehr auf, denn es geht um den Drogenabsturz in LA. Der Song erschien bereits am 01. April 2020 und das Video dazu könnt ihr euch hier ansehen.

Ein sehr besonderer Song ist „Linewleum“. NOFX covern hierbei sich selbst mit ihrem 1994 veröffentlichten Song „Linoleum“, welcher bereits von so vielen anderen Künstlern gecovert wurde. Im Video werden genau diese Künstler auch beispielhaft gezeigt und der Song ist auch ein featuring mit Avenged Sevenfold. Der Song zeigt einfach wie stolz und fasziniert die Jungs davon sind wie einflussreich „Linoleum“ geworden ist in den letzten 25 Jahren und die Songzeile „Decomposing your best song is sacrilege“ bringt es einfach auf den Punkt.

Der letzte Song „The Last Resort“ scheint den Kreis wieder zu schließen und einen möglichen Rückschluss auf „The Big Drag“ zu geben. Mit seinem balladesken Intro erwartet man einen ruhigen, melancholischen Abschluss. Doch dann verwandelt der Song sich noch in eine absolute Eskalation, sowohl in der Musik als auch in den Emotionen.

Insgesamt betrachtet hat „Single Album“ einen sehr besonderen Charme durch all seine Ecken und Kanten und die sehr persönliche Note. Die behandelten Themen machen es absolut nicht easy listening, doch das sollte Punk ja auch nicht sein.

Ist dein Interesse geweckt? Dann kannst du das Album hier vorbestellen!

You may also like

Cookies erleichtern die Bereitstellung einiger Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Alles klar! Mehr dazu

Privacy & Cookies Policy