Home ReviewsMusic Reviews Review: Sibbi Hier – Vol. 1

Review: Sibbi Hier – Vol. 1

by Mareike

Bereits am 13. Dezember 2020 überraschte Sibbi uns alle mit der Ankündigung seines ersten Solo-Albums. Am 26. Februar 2021 ist es nun endlich so weit. Unter dem Namen Sibbi Hier veröffentlicht der Sänger und Gitarrist von Itchy sein Album „Vol. 1“. Die LP mit ihrem 9 energiegeladenen Songs erscheint als CD (Digipak) und 12″ Ltd. recyceltem Vinyl. Eigentlich sollte es passend zum Release ein Shoptakeover bei Merchcowboy geben. Doch da dieses nicht so geklappt hat wie es geplant war, entschied sich Sibbi dafür, stattdessen ALLE vorbestellten CD’s und Schallplatten zu signieren.

Das Album beginnt direkt mit einer klaren Ansage. Voller Sarkasmus setzt sich Sibbi Hier mit einer absoluten Gleichberechtigung auseinander, indem er diese mit dem Essverhalten von Kannibalen vergleicht. „Kannibalen“ ist nicht nur der erste Song, sondern auch die zuletzt veröffentlichte Single-Auskopplung, sie erschien am 05. Februar 2021. Das Video wurde passend dazu in einer „typisch deutschen“ Gastwirtschaft gedreht.

Song 2 ist auch gleichzeitig Single Nr .2, erschienen am 31. Dezember 2020. „Kein Bock“ übt scharfe Kritik an aktuellen gesellschaftlichen und politischen Themen, im Speziellen an Donald Trump, von welchem auch O-Ton-Einspieler verwendet werden. Im Video dazu zeigt Sibbi anhand von Bildern, im Home-Office-Style, auf welche Menschen genau er keinen Bock hat.

Doch es werden auch ruhigere Töne auf dem Album angeschlagen. So zum Beispiel beim Liebeslied „Im selben Raum“ oder dem Vor-Trennungs-Song „Das kann doch noch nicht alles gewesen sein“. Die Songs stellen beispielhaft die guten und schlechten Zeiten einer Beziehung dar, mit bildlich darstellenden Zeilen wie: „Es klingt wie in einem Song, doch das Lied ist nicht so prall. Aus Big Love wurde Small Talk und dann nothing at all.“

Richtig gute Laune verbreitet „Cabrio“. Nach einem recht düster wirkenden Intro und ersten Vers geht der Song über in eine nach vorn treibende Gute-Laune-Melodie, welche einfach nur zum Mitsingen animiert. Den gleichen Effekt hat „Durchschnittlich Egal“. Dieser Song besticht mit seinen wirklich lustigen Reimen, welche die Banalität des Normalseins darstellen.

Mein persönlicher Lieblingssong von „Vol. 1“ ist „Zwei Herzen“. Der Titel könnte auf einen Lovesong schließen, doch es ist das komplette Gegenteil. Dieser Song vereinigt alle Stilelemente die man von typischen Itchy-Songs kennt und in Verbindung mit dem Text nimmt Sibbi seine Bandkollegen augenzwinkernd auf die Schippe.

Insgesamt betrachtet ist „Vol. 1“ ein vollkommenes Debut-Album. Es enthält politische wie auch private Themen, ruhige Momente ebenso wie Songs voll von purer Energie. Manchen Parts wecken leichte Erinnerungen an andere Hits, wie zum Beispiel bei „Kannibalen“. Der Refrain ähnelt rhythmisch „Guten Tag“ von Wir sind Helden. Ebenso könnte auf das Intro von „Zwei Herzen“ auch super der Aaah-Moment von „Schrei nach Liebe“ von die Ärzte folgen. Doch genau solche Momente geben dem Album einen ganz besonderen Charme.

Ist dein Hunger nach mehr geweckt? Dann kannst du hier das Album vorbestellen!

You may also like

Cookies erleichtern die Bereitstellung einiger Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Alles klar! Mehr dazu

Privacy & Cookies Policy