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Review: Blvth – I love that I hate myself

by Nicola

Endlich ist es soweit – Blvth (ausgesprochen [blu:t]) hat heute am 27.11.2020 sein Debütalbum „I love that i hate myself“ veröffentlicht. Patrick Denis Kowalewski, wie Blvth mit bürgerlichem Namen heißt, veröffentlichte bisher schon einige EPs und ist neben seinem eigenen musikalischen Projekt auch für die Produktion von Alben wie „1982“ von Casper und Marteria oder wie zuletzt von „Kiox“ von Felix Kummer bekannt.

Sein Album folgt in gewisser Weise dem bereits bekannten Stil, welcher sich im Trap und Indie Rap einordnen lässt, bildet diesen aber weiter aus und zeigt neue Facetten. Der Sound ist wie erwartet brachial: starke Beats bilden das Grundkonzept, welches von Gitarren immer wieder unterstützt wird und auch textlich hat dieses Album einiges zu bieten.

Aber fangen wir von vorne an. Den Opener bildet der Song „I_HATE_MYSELF“ und mit dem genauen Gegenteil wird das Album auch beendet: „I_LOVE_MYSELF“, beides reine Instrumentale. Während der erste Song noch sehr düster, rau und unruhig wirkt, scheint das Ende des Albums das genaue Gegenteil zu sein, nämlich ruhig und gelassen und bildet damit ein rundes Ende des Ganzen.

Im Allgemeinen folgt das Album genau diesem Konzept, wie bereits der Titel vermuten lässt: der Reise vom Selbsthass zur Selbstliebe. Während zu Beginn eine Art Verfolgungswahn im Song „Stranger“ dargestellt wird, welcher sich auch eindrucksvoll im Instrumental widerspiegelt; ändert sich das Gefühl schnell in Selbsthass wie im Song Kaputt: „Wache auf bin allein, mit mir mein größter Feind“. Dieser Song hat zudem noch die Besonderheit, dass er der erste deutschsprachige Song des Künstlers ist, er wurde vorab als Single am 30. Oktober 2020 veröffentlicht.

Die Wut auf sich selbst ändert sich in der zweiten Hälfte des Albums in eine positivere Stimmung, wie etwa der Song „Pow Pow“ zeigt: „Think you should love yourself, come on try your best“. Diese Einsicht, dass die persönliche Bestleistung manchmal trotzdem nicht reicht, dies aber okay so ist, wird im vorletzten Song thematisiert, „Twi$$$tin and turnin“, welcher die Akzeptanz des Scheiterns und der trotzdem vorherrschenden Selbstliebe darstellt.

Mein persönlicher Favorit ist der Song „Butterfly“, welcher als erste Single am 09. Oktober 2020 veröffentlicht wurde. Spätestens der Drop zum Refrain fängt wohl auch den letzten Zuhörer ein.

Zusammenfassend überzeugt Blvth mit seinem Debütalbum auf voller Linie. An einigen Stellen hätte ich mir etwas mehr Abwechslung gewünscht, aber vor allem textlich ist das Album sehr stark. Besonders das vorherrschende Thema, die Reise vom Selbsthass zur Selbstliebe, gefällt mir und lässt es als Gesamtwerk sehr rund wirken.

Tracklist:
I_HATE_MYSELF
STRANGER
ARIGATO
BUTTERFLY
HAHA
KAPUTT
BAIL OUT
POW POW
CINNAMON
TWI$$$TING AND TURNIN
I_LOVE_MYSELF

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