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Review: Massendefekt – Zurück ins Licht

by Mareike

Massendefekt haben für das Frühjahr 2021 bereits eine Tour bekannt gegeben. Mit im Gepäck haben sie ihr neues Album „Zurück ins Licht“, welches am 27.11.2020 erscheint als CD, Vinyl und im limitiereten Box-Set.
Für das Album haben die Jungs aus Meerbusch sich bereits Ende 2019 viel Zeit genommen und sind gemeinsam in ein Ferienhaus in Ouddorp in Holland gefahren. Was sie dort gemeinsam erlebt haben sieht man in der folgenden Kurz-Doku:

Auf der LP sind 12 Songs enthalten, wovon bereits drei Stück als Single veröffentlicht wurden. Darunter auch der Song „Schiffbruch“, welcher ebenfalls der Opener der LP ist. „Schiffbruch“ erschien am 09.10.2020 als Single und besticht durch seinen eingängigen Ohrwurm-Charakter ebenso wie durch die klare Botschaft das sinkende Schiff Deutschland nicht zu verlassen, gerade in der jetzigen Zeit mit einem deutlichen Rechtsruck.

Die erste Single-Auskopplung war allerdings „Autopiloten“. Der Song erschien bereits am 18.09.2020 und ist durch Zeilen wie: „Wie kann es sein, dass uns das Leben nie erreicht“, eine Aufforderung an all die Social-Media-„Lemminge“ mal ins echte Leben zu blicken.

Als dritte und bisher letzte Single-Auskopplung erschien „Letzte Worte“ am 13.11.2020. Es startet mit einem balladesken Intro um dann in einen punkigen Lovesong, über das Ende einer Beziehung, überzugehen. „Ich kann nicht akzeptieren, dass du uns schon aufgibst. Ohne einander macht keinen Sinn. Ich will das nicht.“

Alles in Allem betrachtet ist „Zurück ins Licht“ wesentlich punkiger ausgefallen als ihr Vorgänger „Pazifik“. Es sind Songs über Liebe und Trennung dabei, wie zum Beispiel „Vergiss nicht“, welcher von vergangener Liebe handelt.
Ebenso gibt es Songs die Kritik am aktuellen politischen Geschehen und gesellschaftlichen Themen üben.
Hierzu zählt zum Beispiel der Track „Totes Land“, welcher ein Statement gegen den Alltagsrassismus und gegen Jägerzaun-Nazis setzt.
„Freunde dachte ich“ wiederum, handelt von der zweifelhaften Freundschaft zum Alkohol und besticht mit Zeilen wie „Du weisst doch gar nicht mehr wie es ohne mich war“.
Mein persönlicher Favorit ist Track Nr. 7 „Neelassma“, welcher mit einem Augenzwinkern die mangelnde Partybereitschaft der Ü40-Generation anprangert. Es werden tausende Gründe genannt warum „man“ nicht mehr mit will zur Party oder zum Konzert, zusammen gefasst in der Zeile „Aus dem Alter bin ich raus, wir sind doch keine 18 mehr“. Des Weiteren hebt der Song sich musikalisch vom Rest ab durch seine Synthie-Effekte in der Bridge.

Das Album „Zurück ins Licht“ könnt ihr bereits hier vorbestellen.

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