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Review: Ghøstkid – Ghøstkid

by Alex Hoppen

2020 war nicht nur in der Gesellschaft ein großes Jahr der Umstellung und Anpassung, sondern auch aus musikalischer Sicht für die Musikszene des härteren Gemüts. Denn Sebastian „Sushi“ Biesler sagt seinem alten Projekt rund um Eskimo Callboy goodbye, was relativ unerwartet kam, da die Truppe zu dem Zeitpunkt präsenter denn je war. Grund hierzu sind die musikalischen Differenzen und das Erstreben nach einer neuen Orientierung seitens Sushi, ob dieser Schritt so aufgeht, erfahrt ihr natürlich in diesem Review.

Heute muss für Sushi ein besonderer Tag sein – nach all den Monaten und der vielleicht schwersten Entscheidung seiner Karriere am Anfang des Jahres ist genau heute das Endergebnis endlich erhältlich. Unter dem Namen Ghøstkid veröffentlicht Sushi endlich sein Debüt und erwischt uns damit ähnlich wie 2010 auf einem Fuße, mit dem wir so nicht gerechnet haben – wieder einmal hat dieser Kerl es geschafft, unsere musikalischen Grenzen in unserer Schublade ein bisschen auszuweiten, doch fangen wir von vorne an.

Ghøstkid, wie wir aus den Singles schon erfahren konnten, ist wild, turbulent und vor allem nicht mit anderen Künstlern diesen Jahres zu vergleichen, da das Spektrum einfach zu groß, ist um es zu verallgemeinern. Angefangen im Oktober 2019 mit einer Gitarre, erschuf Sushi bis hin zur aktuellen Band eine neue Marke, welche vor Kreativität und Härte nur so sprudelt. Das merkt man schon beim rasanten Opener Føøl, welcher übrigens auch Anfang des Jahres den ersten Teaser auf die kommende Musik darstellte. Packend, aggressiv und dennoch der richtige Draht zur Melodik macht nicht nur den Opener stark, sondern zieht sich so auch durch das komplette Album. Man merkt an jeder Ecke die starken Einflüsse von aktuellen Künstlern wie Bring Me The Horizon oder Fever333, ohne dabei zu stark in die ein oder andere Richtung zu driften.

Natürlich ist das Debüt nicht nur die absolute Entfaltung von Sushi, sondern es wurde sich an den richtigen Ecken die perfekte Unterstützung sowohl im Songwriting als auch bei den Songs selber geholt. Wo Annisokay Mastermind Christoph Wieczorek sich bei den Texten beteiligte, trugen andere Künstler wie Marcus Bischoff (Heaven Shall Burn), Mille Petrozza (Kreator) oder Johnny 3 Tears (Hollywood Undead) ihren Beitrag in Form von echt starken Featurings bei. Da hat Sushi eine wirklich gute Wahl getroffen!

Es ist sehr schwer zu sagen, dass der ein oder andere Song an Eskimo Callboy erinnert, vielmehr würde ich sagen, dass der ein oder andere Eskimo Callboy Song nun mal die Note von Sushi beinhaltet, welche er jetzt entfaltet und sein volles Potenzial zeigt. Mit diesem großartigen Debüt ist er nicht mehr nur der Sänger einer Band, sondern eine eigene Marke in der deutschen Szene, welche sicherlich 2021 auch international was zu melden hat. Alles richtig gemacht!

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