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Review: Like Moths To Flames – No Iternity In Gold

by Mona

Wir kennen ihn alle, den Struggle um Individualität aber doch Andersartigkeit und vor allem Durchsetzungsvermögen in der Metalcore-Szenerie. Bereits einige Bands sind an genau diesen Punkten beim Produzieren sämtlicher Alben kläglich gescheitert und konnten leider nie wirklich den Durchbruch schaffen. So auch der aus Ohio stammenden Metalcore-Band Like Moths To Flames? Dieser Frage wollen wir anhand ihres neuen, fünften Albums No Iternity In Gold (2020), welches heute erschienen ist, nachgehen.

Die vierköpfige Band, rund um den ehemaligen Emarosa-Sänger Chris Roetter, hatte das Album noch vor der Covid-19-Pandemie zusammen mit Carson Slovak und Grant McFarland (August Burns Red) produziert und das kann man auch definitiv an dem fetten Sound der Platte erhören. Thematisch wird sich dieses Mal mit dem Glaubensthema auseinandergesetzt und wie man durch das Erlauben negativer Gefühle und Emotionen etwas für sich selbst lernen kann.

Brachial und schnell im Wechsel zwischen brutalen Growls und emotionalen Cleanvocals geben die Ohio-Boys mit Habitual Decline im August den Ton an. Auch die nächste Auskopplung YOTM im September mit den düsteren, langsameren Melodien aber schnellen und rhythmischen Drums kann sich hören lassen. Selective Sacrifice knüpft auch genau dort an und kann überzeugen.
Man kann auf der anderen Seite aber durchaus nachvollziehen, weshalb sich einige Musikkritiker einfach nicht mit der Band und deren Projekten  anfreunden können. Denn ganz oft stolpert man selbst beim Zuhören über die fließenden Wechsel zwischen Screams und Cleans, wodurch viele Songs an Kontinuität und Brutalität verlieren. Gerade war man noch hart am Headbangen und fühlt die deepen Growls schon muss man aufhören, da Roetter dann schlagartig zu singen beginnt.

Auch das Phänomen eines Hate- und eines Love-Songs innerhalb der Alben kommt bei No Internity In Gold definitiv zum Vorschein, aber man muss ja auch nicht immer jeden Songs eines Albums leiden können, oder?
Während man zu A Servant of Plague richtig gut abgehen kann, stößt man bei Killing What’s Underneath fast schon auf einen rockigen Flow und poppige Melodien.

Vielleicht könnte mal jemand der Band nahe legen, die Cleanvocals von Roetter etwas zurück zu schrauben und sich dahingegen eher auf seine tiefen Growls und Screams zu konzentrieren bzw. diese vermehrt aufkommen zulassen.
Meines Erachtens nach ist die anfangs gestellte Frage mit „JA!“ zu beantworten. Die Jungs geben sich seit mittlerweile 10 Jahren Mühe, Anerkennung im Metalcore-Genre zu bekommen. Sie liefern durchaus guten und sauber gemasterten Stuff, schaffen es aber nicht sich durchzusetzen, was eventuell an den zu oft überschreitenden Genregrenzen liegen kann? Bildet Euch selbst eine Meinung.

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