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Review: Cold Years – Paradise

by Jana Gall

Nach drei EPs und Touren durch Großbritannien und Deutschland, dürfen sich Fans der britischen Rock-Band Cold Years nun endlich über ein Debütalbum freuen. Paradise (2020) bietet gleich dreizehn neue Songs des Quartetts, welches musikalisch an Against Me! oder The Gaslight Anthem erinnert.

Entstanden ist Cold Years bei einer Kneipentour im Jahre 2014. So ist es nicht verwunderlich, dass das Album den perfekten Soundtrack für jugendliche Sommerabende liefert. Das friedliche Akustik-Intro in 31 erinnert an Abende am Lagerfeuer, wird jedoch schnell zu einem gitarrenlastigen Kracher. In Life With A View beschreibt Sänger Ross Gordon die fröhliche Unbeschwertheit seiner Jugend, passend dazu gibt es frische schnelle Rock-Sounds. Als Hintergrundmusik bei einem fröhlichen Kneipenabend sind die Tracks absolut geeignet, aber eben genauso als Songs zum laut aufdrehen und Mitsingen.

Neben jugendlichem Leichtsinn schaffen es auch einige jugendliche Ängste auf die Platte. Die Angst vor Veränderungen in Too Far Gone oder die Angst, in einer Beziehung nicht genug zu sein, die in Night Like This beschrieben wird, begleiten den Zuhörer durch das Album.

Als politischer Track sticht vor allem 62 (My Generation’s Falling Apart) heraus. Ross Gordon singt über die Fehler seiner Generation, inspiriert durch den Brexit und den Wunsch nach der schottischen Unabhängigkeit. Dazu gibt es am Ende ein scharfes Instrumental mit fetzigen Gitarren.

So wie das Album angefangen hat, endet es auch: Akustisch. Der letzte Track, Hunter, handelt von Verlust und bleibt als einziger Song auf dem Album komplett akustisch. Es klingt wie der letzte Song, der in einer Kneipe gespielt wird, bevor sich die Besucher endlich nach Hause begeben. Hunter verleiht dem Album einen traurigen, aber schönen, Abschluss, bei dem auch die markante Stimme von Ross Gordon besonders zur Geltung kommt.

Cold Years bieten jugendlich-fröhlichen Rock mit absoluter Wohlfühl-Garantie und trösten so manchen Zuhörer mit Sicherheit durch die kommenden verregneten Herbsttage. Die Band aus Aberdeen führt den Zuhörer durch ihre Ängste und Träume, begleitet von knackiger Rockmusik. Paradise (2020) ist ein gelungenes Debüt.

Fotocredit: Oktober Promotion

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