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Review: From Ashes To New – Panic

by Alex Hoppen

Was für eine Entwicklung! Wenn man behaupten möchte, dass der NuMetal Geist noch irgendwo seine Runden dreht, dann sind sicherlich auch die Räumlichkeiten von From Ashes To New auf seiner Route. Die Formation aus Pennsylvania schafft es nämlich mit ihrem dritten Studioalbum die alte Energie frisch zu entfachen, welche auf den beiden EP´s und dem Debüt noch präsent war.

Der damalige Ausstieg von Frontmann Chris Musser war es, der einiges an Alleinstellungsmerkmalen der Band nahm, der Ersatz in Form von Danny Case wirkte anfangs fragwürdig und spätestens bei der Performance auf dem zweiten Album The Future (2018) als eher mittelmäßige Option für eine Zukunft (unsere Meinung). Live überzeugten die Jungs jedoch wie in ihren besten Tagen.

Doch manchmal brauch es einfach ein bisschen mehr Anlauf, um den Sprung zu schaffen, und siehe da, die dritte Scheibe der Band und zweite von Danny Case strotzt nur so vor Case-Power und zeigt den Fronter deutlich präsenter als beim Vorgänger, was dem Album wirklich gut tut! Weg von den weichgespülten Hooks à la Crazy, hin zu bahnbrechend aggressiven NuMetal Hymnen wie Panic oder der Hit Scars That I´m Hiding, welchen man so ohne Probleme in die New Divide Ära von Linkin Park einordnen könnte. From Ashes To New wirkt auf Panic (2020) einfach eingespielter denn je – und das mit einer Platte, welche so aktueller nicht sein könnte. Inhaltlich und musikalisch stark angelehnt an die Bewegung der frühen 2000er leistet sich der neuste Silberling einen Spagat zwischen authentisch aggressiven Vocal-Parts und dem Gespür für aktuelle Beats, welche spätestens seit der Platte The Connection (2012) von Papa Roach zum Standard in der alternativen Metal Szene gehören.

Doch Panic (2020) ist nicht nur eine musikalische Anerkennung an den früheren NuMetal, sondern schafft gerade mit Songs wie SideFX genau das abzuliefern, was wir am Vorgänger bemängelt haben, nur halt super Verpackt! Melodisch gingen From Ashes To New keinen Schritt zurück, sondern gewannen einfach an Wucht und Kreativität dazu, um das aktuelle Werk genau die Würzung zu geben, welche wir so vermisst haben. Und zwischendurch kommt dann noch ein mutiges Werk wie der Song Bulletproof daher, welcher nur so vor rythm Beats strotzt und als der glänzende Außenseiter ein absolutes Highlight der Platte darstellt.

Alle guten Dinge sind drei – oder vielleicht noch deutlich mehr? Jedenfalls haben es From Ashes To New geschafft, sich aus diesem abgehakten Abteil rauszuboxen und machen Lust auf mehr. Die Platte hätte auch Hype heißen können, da sie genau das in uns auslöst.

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