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Live-Review: Airbeat One in Concert mit No Type und Headhunterz im Hamburger Cruise Inn

by Kevin

Willkommen zur Neuauflage des Hamburger Cruise Inn! Die Veranstaltung findet sich im maßgeschneiderten Open Air Gewand wieder, um ihre Besucher und Besucherinnen auf ein Neues zu verzaubern. Weg mit den Autokäfigen, her mit den partywilligen Leuten! Zum Start des neuen Konzepts durfte sich das Partyvolk gestern bereits über DJ-Größe Boris Brejcha freuen, bevor das Publikum heute wieder ein Hardstyle-Abend im Airbeat One Stil erwartet.

Und ja, das Publikum besteht wirklich aus richtigen, echten Menschen! Man kann sie quasi anfassen, wären da nicht die alles überwachenden Schutzmaßnahmen. Diese werden unseres Erachtens tadellos und konsequent umgesetzt: dank adjustierbaren Stuhlreihen und genügend Abstand steht einem lauten Partyabend nichts im Wege. Den Anfang macht Newcomer No Type, der sich seinen Platz als Support im Airbeat One DJ Contest erstritt. Der Hamburger hat direkt seine ganze Fanbase miteingepackt, die ihren Künstler nun lautstark unterstützt. Doch nicht nur Freunde und Bekannte rasten zu dem 90minütigen Set total aus, sondern auch noch Unbekannte genießen sichtlich die Klänge von Hardstyle gemischt mit Goa-, EDM- und Techno-Elementen. Man merkt einfach, wie sehr es den Leuten in der Krisenzeit gefehlt hat draußen zu sein und das Leben und die Musik gebührend zu feiern. Dementsprechend ist die Stimmung sehr euphorisch. Im erlaubten Rahmen wird zusammen gesungen und sich passend zur Musik bewegt. Wenngleich wir das beliebte „Hey Ho“ normalerweise immer recht albern fanden, sind wir unendlich froh es wieder live performt zu sehen. Bei dieser grandiosen Stimmung ist das anfängliche Hamburger Schmuddelwetter ebenfalls direkt wieder vergessen. Von weiteren Regenfällen bleiben wir zunächst verschont. Erst in der letzten halben Stunde setzt wieder beständiger Nieselregen ein, der dann aber niemanden mehr wirklich zu stören scheint. Viel zu ausgelassen bleibt die Stimmung bis zum Ende.

Davon profitiert Hauptact Headhunterz in noch einmal anderthalb hitzigen Stunden. Das Ambiente ist sehr stimmungsvoll mit pyrotechnischen Highlights und einer schönen Kulisse im Dunkeln. Zudem kann der Niederländer gefühlt auf etwas mehr Volumen zurückgreifen als sein Vorgänger. Zentrale Frage des Sets ist „Do you like bass in your motherfuck**g face?“ Besonders in den Boxen direkt vor der Bühne muss unser Fotograf seine Kamera gut festhalten, denn der Bass zerstört vorne ordentlich. Begibt man sich weiter von der Bühne weg, etwa um das kulinarische Angebot wahrzunehmen, zeigt sich der Sound noch einmal anders und wirkt vollendeter als etwa in der Mitte. Partystimmung ist dennoch überall garantiert und die Leute mehr als gewillt wieder Vollgas zu geben. Dabei dürfen die Hymnen des Hardstyle-Königs zu Defqon.1 und „Destiny“ natürlich nicht fehlen. Schlusspfiff ist um 22 Uhr, da die Veranstaltung in der Open Air Variante bereits um 19 Uhr startet (18 Uhr Einlass). Jedoch hat es den Anschein, dass noch der ein oder andere gerne wieder die Nacht zum Tag gemacht hätte. Also können wir heute einen durch und durch erfolgreichen Abend der Airbeat One Geschichte verzeichnen. Kleiner Tipp zum Schluss: Wenn ihr könnt benutzt unbedingt den Shuttle ab Veddel, da die Parkflächen vor Ort über das Cruise Center Steinwerder abgerechnet werden und horrende Parkkosten von 5 Euro Pro Stunde für das ganze Konzert nach sich ziehen.

Fotocredit: Kevin Randy Emmers 

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