Home ReviewsLive Reviews Live-Review: VIZE und Gestört aber Geil in der Airbeat Car Edition II im Seat Cruise Inn Hamburg

Live-Review: VIZE und Gestört aber Geil in der Airbeat Car Edition II im Seat Cruise Inn Hamburg

by Kevin

Runde zwei der Airbeat Car Edition wird am Samstag im Seat Cruise Inn Hamburg eingeläutet. In den musikalischen Ring im Hafen steigen dieses Mal die deutschen Künstler VIZE und Gestört aber Geil. Es folgt ein musikalischer Schlagabtausch der Extraklasse.

Endlich hat sich das Warten gelohnt und wir können ein Kompliment aussprechen: Es hat sich fast wie ein richtiges Konzert angefühlt. Dieses Mal liegt es weniger an der Atmosphäre, sondern mehr an den Künstlern selbst. Sowohl das Musikprojekt VIZE als auch die beiden Jungs von Gestört aber Geil haben es geschafft, unter perfekter Einbindung der zur Verfügung stehenden Pyro-Möglichkeiten und zweier Show-Tänzerinnen, eine Art Geschichte zu erzählen. Dabei ist bei beiden Acts die jeweilige Songauswahl bestechend gut.

Es gibt eigentlich immer eine Mitsinggarantie und auch an den Übergängen ist nichts auszusetzen. Alles lädt zum im Autofenster sitzen und Mitfeiern ein. Wäre da nicht das gute Hamburger Shietwedder, was kurzzeitig dafür sorgt, dass niemand mehr das Auto verlassen darf. Also Kragen noch einmal hochziehen und Sturm vorbeiziehen lassen. Logische Konsequenz im Auto: alles beschlägt während der Regen aus Kübeln auf die Autos schüttet. Wir müssen sagen, dass wir ein bisschen Hurricane-Feeling haben. Man sitzt evakuiert bei Gewitter im Auto und hört Radio. Nur dass hier die DJs live auflegen und man Teil des Konzerterlebnisses sein soll; bisschen schwierig vorzustellen hin und wieder im Opel Corsa.

Die Dance-Musiker verabschieden sich mit der Weltpremiere des neu aufgelegten Modern-Talking-Klassikers „Brother Louie“, gemeinsam produziert mit Iman Beck, Leonie und eben Pop-Titan Dieter Bohlen. Passend zu diesem krönenden Abschluss der einstündigen Spielzeit von VIZE hat sich das Wetter aber auch wieder beruhigt.

Das bedeutet im wahrsten Sinne „Feuer frei“ für Gestört aber Geil. Mit acht Flammenwerfern und zusätzlichem Feuerwerk werden heute Abend nicht nur die Ohren verwöhnt. Das visuelle Schauspiel, noch etwas spektakulärer als zuletzt bei Neelix, unterstreicht die Akustik meisterhaft, so wird zum Beispiel das durch „Haus des Geldes“ wiederentdeckte „Ti amo“ wunderschön untermalt. Und da ist es! Ein Gefühl. Oder viel mehr das Gefühl, wieso man Konzerte liebt. Wieso es sich lohnt häufig die Wochenenden unterwegs zu sein. Das Gefühl, wieso wir, und Ihr, Musik lieben. Glück. Die Wärme, die man verspürt, wenn man zu seinen Lieblingssongs dank grandioser DJs abtanzen möchte. Dafür lohnt es sich alles. Zudem begeistern Gestört aber Geil noch mit einer tollen Video-Aktion zur neuen Single „Fool’s Paradise“ sowie ein Besuch in den ersten Reihen. Der letzte Song ist selbstverständlich „Unter meiner Haut“ und dieses Autokinokonzert geht uns auch unter unsere Haut, endlich mal wieder. Wir freuen uns außerordentlich auf das Finale im Seat Cruise Inn!


Fotocredit: Kevin Randy Emmers @Gringoz Magazine 

You may also like

Cookies erleichtern die Bereitstellung einiger Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Alles klar! Mehr dazu

Privacy & Cookies Policy