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Review: Grey Daze – Amends

by Alex Hoppen

Das hier ist ein typisches Review, welches euch zusammengefasst erzählt, was die Platte so bietet, sondern für viele Fans rund um die Rock-Ikone Chester Bennington eine Art Abschied – ein letztes mal Nostalgie mit der Vorgeschichte, welche zum Weltruhm dieser Person führte. Mit Grey Daze in den 90ern hat alles angefangen, was Anfang der 2000er mit Linkin Park Millionen von Menschen begeistern sollte. Mit Amends (2020) liefern die alten Bandkollegen rund um Bennington ein Erbe aus, welches Kritiker und Fans aufs neue beweisen sollte, dass wir eine Jahrhundertstimme verloren haben.

Anfang 2017 gab es das große Statement, dass Grey Daze Ende des Jahres eine Reunion in Originalbesetzung feiern werden und dazu auch noch alte Songs neu aufnehmen werden. Was zwischenzeitlich leider passierte, wissen die Geschichtsbüchern nur zu gut, aber dennoch beschloss die Band ohne Chester eine Platte zu kreieren.  So wurden Gesangsparts von vor über 20 Jahren neu gemischt, während instrumental alle Songs zusammen mit einem starken Featuring von KoRn, Breaking Benjamin und vielen weiteren Künster neu eingespielt wurde. Insgesamt wirkt Amends (2020) damit wie ein großer Grunge-Eintopf, zu dem jeder die richtige Würze hinzu gab – sogar Sohn Jaimie Bennington.

Das Ergebnis ist ein Album, welches stilistisch ganz klar an die Grunge Ära der 90er Erinnert, technisch aber bei jeder Produktion von heute mithalten kann, sogar bei den Vocals – großer Respekt dafür! Fans der frühen Linkin Park werke à la One oder den ersten Demo Tapes, welche es nie auf das Debüt schafften, werden diese dreckige, kräftige Stimme erkennen, welche aber in einem komplett anderen Genre daherklingt – die Rechnung geht auf. Amends (2020) ist eine gelungene Zeitreise, welche teilweise sogar von den Klängen an die 2009 ins Leben gerufene Band Dead By Sunrise erinnert.

Amends (2020) ist wie eine sympatische Zeitkapsel. Man merkt, dass die Band nicht mit einer Neuauflage für die große Masse an Linkin Park Fans getrimmt daherkommen möchte, sondern wirklich hier im Prozess ein Album entstand, welches so viel mehr ist. Es ist eine Zeitkapsel zurück zu den 90ern und gleichzeitig ein Denkmal an einen guten Freund – es wirkt einfach unberührt vom Lauf der Zeit, die seit der Auflösung der Band 1998 vergangen ist und dennoch frisch. Man kann dieses Album mit einem Lachen und einen Weinen zugleich hören. Es ist bewundernswert, was Grey Daze hier geschaffen haben und zugleich leider live nie ausleben können – eine ganz persönliche Widmung an den Zeitgeist der 90er Jahre und ein letzter musikalischer Abschied von deren Sänger, welcher ähnlich wie einige Grunge Ikonen dieser Zeit, zum Legendenstatus aufstieg.

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