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Review: Emmure – Hindsight

by Alex Hoppen

Es gibt Dinge, die kann man sich nicht so ganz vorstellen, bis sie nun mal wirklich geschehen. Da wäre zum Beispiel ein Eddie Hermida, der seine alte Band All Shall Perish den Rücken kehrt, um bei Suicide Silence einzusteigen, Bring Me The Horizon´s kompletter musikalischer Werdegang oder wie in diesem Fall die Tatsache, dass Emmure wohl mal Bock auf NuMetal gehabt haben – und dann auch irgendwie nicht.

Das neuste Werk aus dem Hause „Frankie Palmeri und Band“ lässt bereits in den ersten Takten keinen Fuß ruhig stehen. Saftige NuMetal Riffs gepaart mit dem brachialen Deathcore Sound von Emmure treiben die Platte an wie ein kleiner Meilenstein in der Geschichte der Band. Komplett geflashed von diesem frischen Oldschool Style (Wortspiel gewollt) peitscht die Platte nur so durch das Trommelfell. Wir könnten an dieser Stelle jetzt detailliert über die einzelnen Songs sprechen, doch leider wird das nicht so leicht, wie vielleicht in den ersten Zeilen erhofft, denn was wir Anfangs stark loben konnten ist auch schon das gesamte Highlight der Platte. Der meisten Songs erreichen nicht mal die 3 Minuten Marke und ziehen sich als eine Art erweitertes Demotape auf den vollen 32 Minuten von Hindsight (2020) nur so durch. Klar ist der Sound geil und es kommt bei der Geschwindigkeit keine Langeweile auf, aber leider hat Emmure hier die Chance leicht verpasst, das erste mal in neuer Besetzung mit der vollen Zeit an einem neuen Silberling zu feilen.

Was wir am Ende kriegten ist ein sehr frischer NuDeathcore Style mit fetten Beats ohne Groove und einen Song mit dem Namen Thunder Mouth, welcher einem gewissen Twist von der Band KoRn unverschämt ähnlich ist, nur hatte diese Band ein authentisches Gesamtkonzept, welches funktioniert.

Hindsight (2020) ist keine schlechte Platte, nur leider auch kein vollwertiges Album, dennoch können wir es kaum abwarten, Emmure mit diesen frischen Songs hoffentlich 2021 endlich wieder live zu erleben, da der halbe Tapeten anstrich dann doch soweit schon mal gelungen ist – eine komplette Renovierung wäre wünschenswert.

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