Home ReviewsMusic Reviews Review: Protest The Hero – Palimpsest

Review: Protest The Hero – Palimpsest

by Alex Hoppen

Manchmal wünscht man sich doch, in die kreativen Köpfe von so manch einem Künstler zu schauen, um zu erahnen, welches präzise Uhrwerk da für den ein oder anderen Schuss verantwortlich ist oder? Zumindest ist das der erste Gedanke den wir nach mehreren Rotationen von Palimpsest (2020), dem neuen Album von Protest The Hero haben. Wer es schafft nach sieben Jahren ein solches Werk mit Ohrwurmgarantie zu veröffentlichen und zwischendurch noch eine EP mit Albumlänge droppt, kann sich zu den ganz großen Writern im Business zählen.

Ganz kurz lässt sich sagen, dass auch das fünfte Album der Progressive Metal/Symphonic Rock/Mathcore/Power Metal Kombo wieder mal absolut gelungen ist und einen ziemlich breit Grat aus Dragonforce meets Sonata Artica feat. Architects zusammen mit Monuments bietet – also ziemlich übersichtlich soweit.

Inhaltlich gehen Protest The Hero fast einen Weg, der einem Konzeptalbum ähnelt. Im Vordergrund steht hier ganz groß die amerikanische Geschichte im großen Ausmaß – und von dieser haben wir selten bis nie eine so gute musikalische Untermalung gehabt. Frontmann Rody Walker kam sowohl bei den Aufnahmen, als auch bei der ein oder anderen Tour bisher komplett an seine Grenzen, was man auch auf der Platte hört – hier werden Höhen angepeilt, welche wir so bisher nur erahnen konnten bei Walker – klasse Leistung!

Auf Palimpsest (2020) steht ganz klar die volle Power im Fokus und lässt das Album gepaart mit epischen Hymnen nur so durchpeitschen, das merkt man vor allem daran, dass die 52 Minuten Spiellänge gefühlt nach 20 Minuten durch sind und man direkt noch eine Runde durchlaufen lassen möchte, von vorn bis hinten wird Gas gegeben. Ein kleiner Kritikpunkt am Rande sei hierbei, dass man eventuell lieber auf 40 perfekte Minuten getrimmt hätte, statt die vollen 52, denn bei so viel Gas verschwimmt die Leistung der Band gerade gegen Ende der Platte etwas. Klare Empfehlungen haben hier Tracks wie der Opener The Migrant Mother, Soliloquy oder From The Sky  welche zwar alle zusammen eine gute Qualität liefern, Genretechnisch sich aber nicht in eine Schublade stecken lassen. Daher können wir an dieser Stelle nur empfehlen das Album einmal komplett durchzuhören um wirklich den Spirit einzufangen, den es repräsentiert.

You may also like

Cookies erleichtern die Bereitstellung einiger Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Alles klar! Mehr dazu

Privacy & Cookies Policy