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Review: The Howl & The Hum – Human Contact

by Jana Gall

Human Contact (2020) ist das Debütalbum des Quartetts The Howl & The Hum aus York und handelt, wie der Titel bereits verrät, von menschlichen Kontakten. Ein Album, welches in Zeiten wie diesen irgendwie ironisch und unpassend wirkt, uns aber auch an das erinnert, was uns gerade fehlt. Der musikalische Stil lässt sich nur schwierig beschreiben, er befindet sich irgendwo zwischen Pop, Elektro und Indie. Bereits erschienen sind die Singles Hall Of Fame, The Only Boy Racer Left On The Island, Until I Found A Rose, 27 und der Titelsong Human Contact.

Das Album fällt vor allem durch große Vielfalt auf. Energetische und unbeschwerte Songs wie Hostage oder Hall Of Fame treffen auf fast schon düstere Songs wie Murmur oder ruhige Liebeslieder mit Pop-Beat wie Got You On My Side. Kein Lied klingt wie das andere, man ist immer gespannt, was man als nächstes zu hören bekommt.

Eins der Highlights ist The Only Boy Racer Left On The Island. Es ist ein Song, der durch ruhige Melodien und die kräftige Stimme von Sänger Sam Griffiths, aber vor allem durch das sich langsam aufbauende Finale mit lautem Schlagzeug überzeugt. Er erinnert an Songs aus Filmsoundtracks.

Der sechseinhalb-minütige Track Sweet Fading Silver ist ein trauriger Song, der kein Auge trocken lässt. Traurig wird es auch auf 27, wobei dieser Song durch den fröhlichen Pop-Beat gar nicht danach klingt. Dabei geht es um Bitterkeit und um das Nicht-Loslassen-Können. Die Band wird sehr ehrlich auf diesem Album, es geht um Verluste und gescheiterte Liebesbeziehungen und Freundschaften, aber auch darum, wie schön es ist, jemanden an seiner Seite zu haben. Als Inspiration dienten dabei persönliche Erfahrungen, vor allem die Demenzerkrankung eines nahen Angehörigen der Gruppe. Aufgrund dieser Erfahrung soll dieses Album vor allem eines sein: Eine Hommage an die Erinnerungen, sowohl die Guten als auch die Schlechten.

Human Contact (2020) ist ein spannendes Album, das in Zeiten wie diesen dringend benötigt wird. Es geht um Einsamkeit und das Bedürfnis nach menschlichen Beziehungen. Es sind Themen, die in Zeiten von sozialen Medien ohnehin schon mehr Bedeutung finden, während einer Pandemie jedoch umso wichtiger werden. Im Januar 2021 spielen The Howl & The Hum im Rahmen ihrer Album-Tournee zwei Konzerte in Berlin und Köln.

Foto: Tess Janssen

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