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Review: The Airborne Toxic Event – Hollywood Park

by Jana

The Airbone Toxic Event können bereits eine vierzehn-jährige Karriere und fünf Studioalben verzeichnen, nun erscheint ihr sechstes Album, Hollywood Park (2020). Das Album teilt sich den Titel mit dem Buch des Lead-Sängers, Mike Jollet, in dem er über die Schicksalsschläge in seinem Leben, wie den Tod seines Vater oder das Aufwachsen in einer Sekte, berichtet. Um diese Schicksalsschläge geht es auch auf dem neuen Album der Indie-Rocker.

Das Erste, das beim Betrachten des Albums auffällt, ist, dass die Songs sehr lang sind. Nur einer fällt unter drei Minuten, sieben toppen die vier Minuten und zwei bieten sogar über fünf Minuten Hörspaß. Bei immer kürzer werdenden Songs und Alben ist dies eine nette Abwechslung. Bei so langen Songs ist es jedoch schwierig, das Interesse des Zuhörers nichtmittendrin zu verlieren. So dümpeln einige Songs, wie Come On Out, Carry Me, True oder der Titeltrack Hollywood Park, nur so vor sich hin, Melodien wiederholen sich dauerhaft und auch die Texte sind nicht gerade vielfältig. Hollywood Park und True machen zwar durch die Folk-Elemente durchaus Spaß, sind jedoch einfach zu lang. Kürzere Songs wären in diesem Fall also die bessere Variante gewesen.

Etwas spannender wird es mit All These Engagements. Zwar lebt auch dieser Song von vielen textlichen Wiederholungen, allerdings endet er in einem klaren Höhepunkt, bei dem der Sänger einerseits im Hintergrund die Texte mit schon fast rauer Stimme rausschreit und andererseits im Vordergrund mit seiner weichen Stimme, die an Samu Haber von Sunrise Avenue erinnert, weitersingt. Tatsächlich zeigen die beiden kürzesten Songs auf dem Album, dass in der Kürze eben manchmal tatsächlich die Würze liegt. The Place We Meet A Thousand Feet Beneath The Racetrack und die Reprise-Version des gleichen Songs sind eine richtige Überraschung. Die normale Version beginnt noch mit vielen Instrumenten und endet in einem von Klavier und Violinen getragenen Stück, in der Reprise-Version gibt es Meeresrauschen und hohe Frauengesänge. Beide Versionen erinnern ein bisschen an Schlaflieder, sind aber keineswegs langweilig.

The Airbone Toxic Event stechen mit langen Songs aus der Masse heraus, können jedoch leider nicht überzeugen. Die Songs ziehen sich. Dies wird nur durch die sanfte Stimme von Mike Jollet, der man durchaus gerne zuhört, und die netten Folk-Melodien etwas gerettet.

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