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Review: Dance Gavin Dance – Afterburner

by Mona

Pop, Progressive Rock, Funk, Screamo, Emo-Rap und Post-Hardcore. Dance Gavin Dance (DGD) decken seit Jahren schon ein breites Spektrum an Musikstilen ab. So auch mit den 13 neuen Songs, die sich tief im feurigen Kern von ihrer neuen Platte „Afterburner“ befinden, die kommenden Freitag über Rise Records veröffentlich wird. Produziert wurde das neunte Studioalbum von Kris Crummett (Issues, Sleeping With Sirens, Mayday Parade) und Drew Fulk a. k. a. WZRD BLD (Lil Wayne, Motionless In White, Bad Wolves). Und genau damit wird den künftigen Hörern eigentlich auch schon das Außergewöhnliche des Albums mitgeteilt; es enthält Überraschungen die den farbenfrohen Sound der Band betreffen, während die Platte aber den üblich gewohnten DGD-Klang trotzdem völlig befriedigt. Nur sehr wenige Bands können nach so vielen Jahren ein solches Gleichgewicht an Quantität und Qualität erreichen wie DGD.

Noch keine zwei Jahre ist es her, da hat der Killer „Artificial Selection“ 2018 die Massen begeistert. 2019 folgte dann eine lange Welttournee, begleitet von der Veröffentlichung der kick-ass-Geschwister-Singles „Head Hunter“ und „Blood Wolf“. Bereits nach dem Release teaste Frontmann Tilian auf Twitter ein neues Album für 2020 an, passend zu ihrem 15-jährgen Bandbestehen.
Während der Beginn der Platte mit „Prisoners“ und „Lyrics Lie“ noch ganz im Zeichen des Funks steht, bewegt man sich bei „Calentamiento Global“ (zu Deutsch: Klimaerwärmung) zu Dancehall und Reggaeton Beats. Der Song versprüht trotz seines schwierigen Songtitels so viel Lebensfreude, animiert zum Tanzen und zaubert einem ein Lächeln ins Gesicht, jedes Mal wenn man Tilian spanisch singen hört. Aber genau diese Einflüsse von Latin und Funk sind es, die so viel für den Sound der Band tun.

Die neuste Veröffentlichung stellt das Video zu „Three Wishes“ dar und ist vor sechs Tagen auf YouTube erschienen. Es zielt auf die derzeit herrschenden Hygienemaßnahmen, aber auch auf die Isolation Zuhause ab und besteht aus Clips von vielen verschiedenen DGD-Fans, die ihre Interpretation von „Sauberkeit“ zeigen; wie sie sich duschen, ihre Hände waschen oder ihren Garten oder das Haus sauber machen. Auch dieser Song erscheint durch sein rasantes Riffage sommerlich und fröhlich.

„One In A Million“ ist dann wiederum durch seine Hooks ein Song aus der poppigen Richtung der Band. Einprägsame Gesangsmelodien bestimmen den Song und zeigen wieder einmal mehr wie unverwechselbar Tilians Stimme ist.Mit „Born To Fail“, „Parody Catharsis“ und „Night Sway“ wird es dann zum Ende des Albums auch nochmal ordentlich wild und man kann die Breaksdowns förmlich fühlen. Und auch Will Swan hat während der Rap-Sektion seine kratzigen Momente an der Gitarre und kommt damit richtig gut zur Geltung.

„Afterburner“ ist das wohl erwartungsvollste Dance Gavin Dance-Album dieser Tage und enthält viele frische Ideen und unterschiedliche Genre-Einflüsse, die ihren progressiven Post-Hardcore-Sound mit Funk, Rap, Latin und Pop-Vibes geschmackvoll aufwerten. Ein Mix aus eingängiger, emotionaler und komplexer Dynamik.
Eine Verschiebung der beiden Mai-Termine, die für Köln und Berlin vorgesehen ist, wurde noch nicht bekannt gegeben. Die Veranstaltungen werden aber auf Grund der derzeitigen Coronakrise nicht stattfinden können.

Redaktion: Mona Riahi

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