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Review: Adam Lambert – Velvet

by Jana

Adam Lambert war bereits vor seiner Arbeit mit Queen eine echte Größe. Nach seiner Teilnahme bei American Idol vor etwas über zehn Jahren veröffentlichte er drei Studioalben, darauf waren Hits wie „Whataya Want From Me“ und „Ghost Town“. Nach fünf Jahren ohne neue Solomusik ist er jetzt mit seinem vierten Album „Velvet“ zurück. Die Hälfte der Songs wurde bereits auf „Velvet: Side A“ veröffentlicht, weitere sieben Songs sind auf dem Album zu hören.

Das Album beginnt mit dem Titelsong „Velvet“, einem spaßigen Funk-Track, der zum Tanzen einlädt. Lambert zeigt, was Fans im Verlauf des Albums erwarten können: Einen Sound, der von der Musik inspiriert wurde, mit der er aufgewachsen ist. Das Album ist persönlicher und vielfältiger, es ist nostalgisch und klingt trotzdem neu. „I wanna rock something in my own kind of way”, wie er in „Velvet“ singt, ist Lamberts Ansage, dass er mit diesem Album etwas Eigenes schaffen will, etwas, das eben nach ihm klingt.

Weiter geht es mit „Superpower“, das bereits vor „Velvet: Side A“ als Single erschienen ist. Es ist ein selbstbewusster Funk-Rock-Song, der alles enthält, was ein guter Song braucht. Von Gitarrensolos bis zu Gospelchören ist alles dabei. Auf „Stranger You Are“ und „Loverboy“ stellt Lambert seine unglaubliche Stimme zur Schau. Die hohen Töne trifft er in „Loverboy“ ohne Probleme, in den Refrains in „Stranger You Are“ zeigt er seine seine rohe Stimmkraft. Bei diesem Talent ist es kein Wunder, dass seine Karriere in den letzten zehn Jahren steiler bergauf ging, als bei anderen Künstlern in der doppelten Zeit.

Eine ganz andere Richtung schlägt er mit „Closer To You“ ein, einem romantischen Liebeslied mit wunderschönem Text. Auch hier ist es seine Stimme, die dem Lied den entscheidenden Schliff verleiht.

Schließlich kommen wir zu dem Teil des Albums, der noch nicht veröffentlicht wurde. „Coming In Hot“ strahlt ähnlich vor Selbstbewusstsein wie „Superpower“. „Love Don’t“ vereint den Funk-Sound des Albums mit dem Sound der heutigen Chart-Musik. Es erinnert am meisten an Lamberts ältere Alben, zeigt jedoch auch, dass er sich weiterentwickelt hat. „Ready To Run“ vereint einen tragenden Bass mit fetzigen Gitarrensounds, die sich ebenfalls auf „New Eyes“ finden lassen. Jeder Song klingt anders und einzigartig, während gleichzeitig klar erkennbar ist, dass Lambert vom Sound der 60er und frühen 70er inspiriert wurde.

Den Abschluss macht „Feel Something“, welches bereits die erste Single des Albums war. „Feel Something“ ist Lamberts Hymne für die LGBT+ Community. Es ist ein bedeutsamer und gefühlvoller Song, mit dessen Release die Gründung der Feel Something Foundation, einer Organisation zum Schutz eben dieser Community, einherging. Der Song ist der perfekte Abschluss für das Album und eben einer der persönlichsten Songs, die Lambert bisher geschrieben hat.

Mit „Velvet“ hat Adam Lambert sich selbst übertroffen. Die lange Pause zwischen seinem letzten Album und „Velvet“ scheint ihm Zeit gegeben zu haben, sich über seinen Sound Gedanken zu machen und größere Schritte zu wagen. Das Album ist vielfältig und doch klingt jeder Song absolut nach Lambert.

Wer Adam Lambert live sehen möchte, bekommt im Herbst bei einigen kleinen Konzerten die Chance dazu.

Adam Lambert – The Velvet Tour

04.09.2020 – Köln, Carlswerk Victoria
05.09.2020 – Berlin, Huxley’s Neue Welt
08.09.2020 – Hamburg, Große Freiheit 36

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