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Flash Forward rocken in Münster wie die ganz Großen

by Jana Gall

Man kennt sie vielleicht noch als Vorband von You Me At Six oder Enter Shikari, jetzt sind Flash Forward auf ihrer eigenen Tour. Der letzte Teil der Golden Rust Tour begann an einem verregneten Donnerstagabend in Münster.

Zuerst wärmten Future Palace das Publikum gut auf. Wie bei den großen Rockbands rannten und sprangen die Sängerin und der Gitarrist über die Bühne, dabei wurde zum Mitsingen und Tanzen animiert. Das Publikum war zwar eher unsicher, klatschte jedoch zögerlich mit und sogar mitgesungen wurde an einigen Stellen. Obwohl sie nur die Vorband waren, schien das Trio ihre ganze Energie in das Set zu stecken und lieferte eine großartige Show ab.

Damit das Publikum in der Umbauphase zwischen den Bands sich nicht langweilte, lief eine Playlist mit allen möglichen Klassikern der 80er und 90er. Die Stimmung war ausgelassen, kurz bevor Flash Forward die Bühne betraten, wurde noch zu „Never Gonna Give You Up“ getanz.

Zu einer Rede von Greta Thunberg kamen Flash Forward schließlich auf die Bühne und legten einen ordentlichen Start hin. Sofort wurde gesungen, getanzt und geklatscht. Vor allem bei dem zweiten Song, „Perfectionist“, wurde laut im Takt geklatscht und ausgelassen gesungen. Bei „Deadline“ tobten sich die Jungs so richtig auf der Bühne aus. Sänger Stefan Weigel forderte bei „The Consequence“ etwas mehr Beteiligung vom Publikum und verlangte als Vorbereitung auf die kommende Festival-Saison, dass alle sich hinhockten. Die Fans ließen sich nicht zwei Mal bitten und sofort gingen alle in die Hocke. Der Sänger verließ die Bühne, stellte sich zwischen die Fans und war mittendrin, als der Refrain wiedereinsetzte und alle aufsprangen, um den Rest des Songs ununterbrochen zu hüpfen und zu tanzen. Es ging weiter mit „Payback“, wobei es die ersten Moshpits gab und die gute Laune der Band und die strahlenden Gesichter auf der Bühne ansteckend wirkten.

Nach einem ruhigen Intro setzte „One Way Track“ ein. Die Fans schwenkten fröhlich die Arme hin und her und keiner schien stillstehen zu können. Auch ältere Lieder schafften es auf die Setlist, so war auch „Young Offender“ von dem 2016 erschienenen Album „Who We Are“ dabei. Das Publikum war äußerst textsicher und die Atmosphäre war großartig.

Nach einem kurzen Gitarren-Interlude wurde es ruhig. Die Band spielte „Honestly“ und alle schalteten ihre Handytaschenlampen ein. Einige Fans hielten farbige Herzchen vor ihre Taschenlampen, sodass die Lichter gelb und rot leuchteten. Nach emotionalen drei Minuten war das Lied auch schon vorbei und es ging weiter mit Danksagungen an die Crew. „Old Enough“ wurde denen gewidmet, die die Band bis zu diesem Zeitpunkt unterstützt haben. Die Stimmung war sehr herzlich und freundschaftlich, wenn man der Band zuhörte, wurde einem warm ums Herz.

Energiegeladen ging es weiter mit„ It Doesn’t Hurt To Dream“ und „Kickstart“. „The Voice“, den vorerst letzten Song ihres Sets, gestalteten Flash Forward abwechslungsreich und gaben Sänger Stefan eine eigene Trommel. Nach einem kraftvollen Ende verließ die Band die Bühne.

Natürlich durfte ein Encore nicht fehlen, also schlich sich der Sänger ins Publikum und forderte die Fans auf, beim nächsten Song laut mitzusingen. Genau das taten die Fans und es gab eine sehr emotionale Performance von „Lion“. Beim letzten Refrain bat Stefan die Fans, mitzutanzen, egal, wie doof man dabei aussähe. Der Aufforderung kamen alle nach und um ihn herum wurde ausgelassen getanzt. Da jedes gute Konzert auch enden muss, war „Dancing In The Dark“ schließlich der letzte Song. Ein letztes Mal gab die Band ihr Bestes und das Publikum unterstützte sie wieder mit kräftigem Gesang.

Sowohl Future Palace als auch Flash Forward lieferten in Münster eine großartige Show. Flash Forward Konzerte sind unglaublich energiegeladene Shows mit unschlagbarer Atmosphäre. Sie strahlen auf der Bühne gute Laune aus, die einfach ansteckt und jeden mit einem guten Gefühl nach Hause gehen lässt. Wer die Chance hat, sollte sich definitiv Tickets für eines ihrer Konzerte kaufen oder sie bei einem der anstehenden Festivals sehen.

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