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Review: Bad Assumption – Angst

by Jana Gall

Münsteraner sind langweilig? Bad Assumption beweisen das Gegenteil. Die Melodic Hardcore Band ist mit ihrem Debütalbum „Angst“ am Start und zeigt, dass Münsteraner auch anders können.

Das Album beginnt mit „A New Start“. Ein passender Name für den Song, denn obwohl die Band bereits vor zwei Jahren ihre erste EP „It’s Only Getting Worse“ veröffentlicht hat, ist das erste Full-Length-Album sicher ein großer Schritt in eine unbekannte Richtung. Der Song ist ein Intro und beginnt mit einem circa dreißig Sekunden langen Gitarrenpart. Nach diesen dreißig Sekunden geht es erst richtig los und die drei Jungs aus Münster zeigen, dass ruhig nicht ihr Ding ist.  Heftiges Schlagzeug, laute Gitarren und Screaming bilden eine Mischung, die dem Zuhörer ordentlich einheizt. Der Song endet wieder mit einem längeren ruhigen Gitarrenpart.

„A New Start“ geht passend in „Fourty Two“ über, das mit genau der gleichen Gitarrenmelodie beginnt. Die Songs „Fourty Two“ und „Empty Page“ dürften dem ein oder anderen bereits bekannt sein, immerhin sind diese bereits letztes Jahr als Stand-Alones erschienen.

Auch „Far From Home“ ist bereits als Single erschienen und zeigt, dass Bad Assumption auch melodischer können. Sowohl die Gitarre als auch der sich wiederholende Gesang sind so eingängig, dass ein Ohrwurm garantiert ist. Der Song ist perfekt geeignet für die, die sonst eher nichts mit Hardcore anfangen können und erinnert an Bands wie Flash Forward. Darauf folgt „Make It My Own“, eine weitere Single, die zeigt, dass eingängige Melodien eben auch bei den härteren Songs nicht fehlen müssen.

Nach weiteren bereits bekannten Singles folgen fünf neue Songs.

„The Hardest Part“ geht wieder mehr in die melodische Richtung. Der Song fängt ruhiger und mit tragendem Schlagzeug an, um dann in einen eingängigen und schnellen Refrain überzugehen. Fans von „Far From Home“ werden „The Hardest Part“ ebenfalls mögen.

Schließlich zeigen Bad Assumption, dass sie melodisch und Hardcore auch gut in einem Song kombinieren können. „Fallen Notion“ bietet einen melodischen Refrain und knackige Strophen, also das Beste von beiden Seiten. Von dieser Kombination hätte es auf dem Album gerne mehr geben dürfen.

Schließlich wird es mit „Don Quijote“ ruhig. Sänger Daniel Behrens schreit „I have lost myself in hopes and dreams“ und es ist klar, dass es um eben das geht, was im Albumtitel genannt ist: Ängste. Der Song endet mit einem langen ruhigen Outro und wäre das perfekte Ende für das Album, wäre da nicht der Bonus Track „Fahrenheit“, der nach der ruhigen und beklemmenden Stimmung in Don Quijote noch ein letztes Mal starke Hardcore-Klänge liefert.

Das größte Problem des Albums ist, dass man fast die Hälfte der Songs schon vor Release hören konnte. So fühlt sich „Angst“ eben nicht wie ein ganz neues Album an. Auch die Balance zwischen den melodischen Parts und den härteren Sounds scheint noch nicht ganz gefunden zu sein. Da es sich jedoch um das erste Album der Band handelt, sind diese Schwächen zu verzeihen. Das Album ist abwechslungsreich und mit elf Songs auch nicht zu kurz. Für ein Debütalbum ist es somit durchaus gelungen, auch wenn es Luft nach oben gibt.

Nach ihrer Release-Show im Skaters Palace in Münster sind Bad Assumption auf Tour überall in Deutschland zu sehen.

Bad Assumption – ANGST-Tour 2020

29.02.2020 – Münster – Skaters Palace
04.03.2020 – Göttingen – Freihafen
05.03.2020 – Kassel – Kulturzentrum Färberei
07.03.2020 – Peiting – JUZ
13.03.2020 – Augsburg – Villa
14.03.2020 – Kaiserslautern – tba
20.03.2020 – Essen – Hüweg
21.03.2020 – Leipzig – MVB
04.04.2020 – Wolfsburg – Forsthaus
24.04.2020 – Aachen – Autonomes Zentrum
25.05.2020 – Saarlouis – Juz Utopia
08.05.2020 – Emlichheim – Rock gegen Rechts
09.05.2020 – Darmstadt – Goldene Krone

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