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Review: Breaking Benjamin – Aurora

by Alex Hoppen

Die neue Akustik-Platte „Aurora“ erscheint am 24.01.2020. Wir haben vorab schonmal reingehört.

Mit den Erfolgen „Dark before Dawn“ (2015) und „Ember“ (2018) konnten Breaking Benjamin sich wieder in die Herzen der Hörer singen und nachdem auch der Bann endlich gebrochen wurde und die Jungs das erste Mal nach Europa gekommen sind und es seitdem auch regelmäßig tun (zum Glück) ist eine Akustik-Platte das I-Tüpfelchen, was bisher einfach noch gefehlt hat. Die Melodien und Zweistimmigkeiten laden einfach zu Akustik-Versionen ein und Songs wie „Ashes of Eden“ oder „Diary of Jane“ zeigen das Potential der Songs immer wieder. Zudem gibt es bereits einige Akustik-Versionen auf Youtube zu finden, die allesamt durchaus Lust auf Mehr machen!

Entsprechend groß war auch bei uns die Freude, als „Aurora“ erstmals angekündigt wurde. Auf dem aktuellen Longplayer „Ember“ fehlten nämlich leider genau diese Melodien und eingängigen Passagen, für die wir Breaking Benjamin einst lieben gelernt haben. Das Album war zwar härter als die bisherigen, aber auch überproduziert und leider weniger authentisch, als wir uns das gewünscht haben.

Mit Aurora soll das nun wieder anders werden – wird es leider aber nicht so richtig.

Fest steht: Die Songs, die auf Aurora zu finden sind, sind allesamt grandios. Die Melodien sind vorhanden und die Gastauftritte fügen sich gut ein, wobei sie sich manchmal schon zu gut einfügen und die Besonderheit ein wenig verloren geht.
Über die Songauswahl möchte ich nicht groß sprechen. In meinen Augen fehlen einige tolle Stücke, aber bei der Auswahl an potentiellen Hits fällt das Entscheiden schon einmal schwer.

Was allerdings auffällt: Wirklich kreativ sieht anders aus! Die Stücke unterscheiden sich mitunter nur wenig von den Originalen. Hier und da wurde eine Stimme hinzugefügt, das ganze wird auf Akustikgitarren zum besten gegeben und die Drums reduziert. Wo ist da die Innovativität?
Ich hätte mir neue Arrangements gewünscht. Songs in ein neues Licht bringen, vielleicht mal nur auf Gesang und ein Klavier reduziert. Gerade bei solchen Songs kann dann die emotionale Seite beleuchtet werden, wenn die Show und die ausführliche Instrumentation wegfällt. Da wäre deutlich mehr drin gewesen, denn die Songs an sich sind natürlich alle fantastisch.
Einige schöne und letztlich versöhnliche Momente gibt es dann aber natürlich trotzdem. „Dear Agony“ überzeugt zum Beispiel mit traumhaften Harmonien und auch „Angels fall“ nimmt uns mit und beschert uns das eine oder andere Mal eine Gänsehaut. Der neue Song „Far Away“ fügt sich übrigens ebenfalls gut ein und könnte genauso gut ein älterer Song sein, also hier Hut ab für den Schreibstil!

Insgesamt sind alle Songs keineswegs schlecht und die Platte lässt sich durchaus hören, aber ob sie nun noch einmal den Weg zurück in den Player findet und wirklich im Kopf haftet, bleibt abzuwarten. Da bleiben wir doch lieber bei den bekannten Versionen, was schade ist, denn diese Platte hätte viel Potential gehabt.

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