Ich muss gestehen, ich kannte die in New York lebende Schwedin bis vor kurzem gar nicht und bin eher
zufällig auf sie gestoßen. Allerdings konnten ihre Songs mich bereits im Vorfeld in den Bann ziehen.

Der Abend im Gloria Theater in Köln, übrigens eine perfekte Location für dieses Setting, sollte definitiv nicht enttäuschen. Es
gab abwechslungsreiches Programm, aber durch alle Songs zog sich eine wunderbare leicht melancholische Grundstimmung. Das Publikum sah zunächst unscheinbar aus, aber jeder Song wurde von den Zuhörern frenetisch gefeiert und das völlig zurecht.

Nicht nur die bekannteren Songs wie „Shoreline“ „The longer the waiting, the sweeter the kiss“ wurden mit fanatischem Applaus beschenkt, sondern auch sämtliche neue Songs. Ein emotionales Highlight des Abends war „When you were mine“, auch vom aktuellen Album „A Space lost in time“. Mit verschiedensten Instrumenten, überraschenden musikalischen Ausbrüchen und einer immer wieder verzaubernden Stimme (und auch ein perfekt abgemischter Sound) – wurde uns ein unfassbar guter Abend beschert, der ganz ohne Vorband und technische Spielereien auskam. Auch das Bühnenlicht wurde nur sperrlich eingesetzt, was für meinen Geschmack der Show sogar noch mehr Besonderheit verliehen hat. Es war einfach eine Show, die ganz ohne Show auskommt. Stattdessen gab es ehrliche und emotionale Musik, die bewegt und den Zuhörer mitnimmt.

Ein neuer Fan wurde aufjedenfall gewonnen und wir kommen sehr gerne nächstes Mal wieder! Und ihr solltet euch das auch geben!


Fotocredit: Nils Boysen 

Gringoz Magazine
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