Vielleicht geht es Euch ja ähnlich und ihr habt vorher noch nie Etwas von der Post-Hardcore Band Thousand Below gehört; geschweige denn, dass sie am Freitag, den 11.10.2019, bereits ihr zweites Album veröffentlichen. Dann lasst Euch gesagt sein, dass es jetzt an der Zeit dafür ist! Denn die vier Jungs aus San Diego gelten seit ihrem hervorragenden Debütalbum aus dem Jahre 2017 in Fachkreisen als DIE unterschätzten Newcomer der Plattenfirma Rise Records. Dies bestätigen sie eindruckskräftig und klangstark mit ihrer zweiten LP „Gone in your wake“.

Die ersten beiden Singles „Chemical“ und „Disassociate“ eröffnen das Album, und zwar gnadenlos! „Chemical“ catched durch einen eingängigen Refrain sofort und hat durch einen klaren, guten Rocksound direkt Ohrwurmcharakter sowie das Potenzial ein weitbekannter Hit zu werden. Was dabei einen größeren Anteil an klarem Gesang hat und an Screams möglicherweise fehlt, macht „Disassociate“ direkt wieder wett und geht mit imposantem gutturalem Gesang stark voraus. Wie in den folgenden Liedern auch wird eine nahezu perfekte Symbiose zwischen durchaus emotionalen, klaren Lyrics und einer wuchtigen Instrumentation geschaffen mit genau der richtigen Dosis Screams an den richtigen Stellen. Dazu gewinnt man den Eindruck, dass der Gesang mehr noch als beim ersten Album, sowohl verständlich als auch geschrien, wirklich auf den Punkt und der Klang insgesamt sehr stimmig ist. Genreeinschläge von eher rockigen Gitarrensounds („Vanish“), aber fast auch schon Emo-artig anmutende gedrosselte Songs („The Edge of your bed“ mit Feature von Being as an Ocean- Sänger Micheal McGough) sorgen alles in allem für eine angenehme musikalische Abwechslung. Ab „Learn to loose“ geht es insgesamt minimal ruhiger zur Sache, was nach vier Songs im namensgebenden Höhepunkt „Gone in your wake“ gipfelt.

Eigentlich können wir diese Platte wirklich jedem Rock-Liebhaber ohne Vorbehalte ans Herz legen. Thousand Below haben ein großartiges zweites Album herausgebracht, was sowohl in Gesang, Musik als auch Vertonung problemlos bei den ganz Großen mitspielen kann und sich bei uns einen Platz ganz weit oben auf der Playlist ergattert hat.

Gringoz Magazine
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