Achtung: Wer an dieser Stelle eine Rezension zu einer neuen Being As On Ocean Platte erwartet, sollte sich jetzt erstmal hinsetzen. Diese Platte wird die Fangemeinde Spalten, wie es schon bei anderen diversen Hardcore-To-Mainstream Ebnern dieser Zeit der Fall war. Nun ist auch in Kalifornien der Groschen gefallen und man geht den mittlerweile gar nicht mehr ganz so mutigen Schritt zu elektronischen Sounds und Synthesizer Einflüssen.

Musikalische Fans werden mit dem Album nach dem ersten Hörgang noch nicht viel anfangen können. Wer jedoch die Stärken und Merkmale der Band schätzt, wird schnell entdecken, dass diese einfach in einem „neuen“ Gewand versteckt sind. Das Gespür für emotionale Texte gepaart mit der richtigen Melodie ist immer noch vorhanden und gibt dem gesamten Konzept von Being As An Ocean eine metaphorische Schleife oben drauf. In Sachen härte sieht man beim ersten Song nach dem Opener leider nicht mehr viel Land, aber sind wir mal ehrlich – wegen der Härte gab es stets andere Künstler, die diese Karten besser ausspielen.

Konzeptionell  treten wir hier ab und zu in ein musikalisches Loch. Songs wie Brave oder Tragedy erinnern einfach zu sehr an Bands wie Bring Me The Horizon, ohne dabei zu den besseren Songs zu zählen. Interludes sind hierbei noch das brennende Salz in der Wunde. Das nicht gerade neu erfundene Rad punktet zwar groß in der Produktion, lässt aber andere Aspekte liegen. Wir können uns die somit erweiterte Diskographie live nur schwer vorstellen. Stilwechsel sind generell schwer zu bewerten. Klar sollte man die Platte objektiv komplett frisch betrachten ohne musikalische Vorgeschichte, wer dann aber auch hier keine Highlights sendet, hat einfach nicht die Platte des Monats geliefert.

Als einziges kleines Highlight könnte man den Song B.O.Y. nennen, welcher als gesunde Fusion von Neu und Alt gelten kann.

 

Alex Hoppen
Alex Hoppen

Denkt er wäre der Administrator, fährt Smart, mag Enten, Guitar-Hero-Profi, putzt Bier mit Zähnen – oder umgekehrt?, cheated bei Pokémon Go, speifrei seit 2014, Erste-Reihe-Milchtrinker aus Überzeugung und liebt Katzenbilder.