Nach dem Debut „Transmissions“ und dem erfolgreichen Zweitwerk „Vessels“ waren wir sehr gespannt, was das Gespann um Frontmann und Elektroingenieur Dustin Bates uns dieses Mal erschaffenen hat. Die Band erfreut sich hier mittlerweile zunehmender Beliebtheit und hat durch ausdrucksvoll konzipierte Liveshows schon mehrfach bewiesen, dass sie sich hinter ihren Kollegen und musikalischen Vorbildern von Breaking Benjamin keinesfalls verstecken müssen. Am 13.09. erscheint nun die nächste Platte „Divisions“, die wie auch die Vorgänger bisher einem strikten Konzept folgt und keineswegs aus losen einzelnen Songs besteht.

Das Interesse und die Kritik an der foranschreitenden technischen Weiterentwicklung spielen weiterhin eine maßgebende Rolle und man merkt es der Platte an. Die Songs wirken futuristisch, fast wie aus einem interstellaren Filmerlebnis. Immer wieder gibt es kurze Einspieler aus dramatischen Situationen wie zum Beispiel versagender Technik. Als Gesamtkonzept wirkt das Album hochwertig prozudiert, die Band hat ihren Sound scheinbar gefunden und es passt auch alles irgendwie zusammen. Im reinen Hörgenuss stören diese technischen Spielereien allerdings etwas, da diese Einspieler leider auch verhältnismäßig viel Platz einnehmen und dem ganzen so einen kleinen Dämpfer verpassen.

Die Platte wirkt von Anfang an als Gesamtwerk. Es sind aber einige Durchläufe nötig, bis sich einige einzelne Songs herauskristallieren, die im Ohr bleiben und irgendwie ein erneuter Beweis dafür sind, dass das Quartett zurecht dort steht, wo es heute ist. Die vorab veröffentlichte Single „Manifest“ und auch „Telekinetic“ bieten zum Beispiel das volle Programm von futuristischen Sounds, Harmonien und harten Breakdowns in Kombination mit Bates´ passender Stimme. Nach mehrfachen Hören definitiv zwei der stärksten Songs. Die abschließende Ballade „Diving Bell“ zeigt dann noch eine etwas ruhigere Seite und bietet einen emotionalen Abschluss.

Insgesamt haben sich Starset mit diesem Album und ihrem doch einmaligen Musikstil einen Platz in der Musiklandschaft verdient, auch wenn das Album insgesamt etwas schwächer ausfällt als seine Vorgänger.

Wir freuen uns umso mehr auf die Livedarbietungen im Frühjahr 2020 und sind gespannt, welche technischen Finessen uns dieses Mal erwarten.

Starset in Deutschland 2020:
17.02.20 – Hamburg – Markthalle
23.02.20 – Berlin – Kesselhaus in der Kulturbrauerei
29.02.20 – München – Backstage Werk
05.03.20 – Köln – E-Werk

Gringoz Magazine
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