Dass Schweden für eine Unmenge guter Bands hervorgebracht hat, dürfte inzwischen kein Geheimnis mehr sein. Eine dieser Bands hört auf den Namen Royal Republic. Gegründet im Jahr 2007 bescherte uns das Quartett rund um Sprachrohr Adam Grahn bisher drei Studio Alben, welche sowohl musikalisch, als auch mit Humor punkten konnten. Mit Club Majesty folgt nun der vierte Streich und man darf gespannt sein, was die Band dieses Mal für uns bereit hält.

Den Anfang macht der Song Fireman & Dancer. Dabei handelt es sich auch um die erste Single Auskopplung des Albums und diese ist wegweisend für alles, was danach kommt. Eingängige Riffs, Ohrwurm Refrains und eine Menge humorvoller Lyrics – Genau so wie wir die vier Schweden eben kennen. Was allerdings in jedem Song sehr schnell deutlich wird, ist eine zusätzliche Note, welche dem Hörer eine ordentliche Ladung Disco Feeling verpasst. Tendenzen dazu gab es auch schon im Vorgänger Album The Weekend Man. Auf diesen Stil verlässt man sich auf der neuen Platte gänzlich und Spaß macht das allemal.

Beim Hören des Albums könnte man meinen, dass das Quartett uns auf eine Reise durch die Geschichte des Rock mitnehmen möchte. Angefangen bei Blunt Force Trauma, dass gesanglich teilweise sehr stark an einen Elvis Song erinnert, befinden wir uns in den 60’ern, während uns Cant Fight The Disco in die 70’er entführt. So verfährt das Album immer weiter, bis wir mit Bulldog letztendlich im Hier und Jetzt angekommen sind und den ganz klassischen Royal Republic Sound um die Ohren geworfen bekommen.

Club Majesty macht eine Sache ganz deutlich: Die vier Schweden haben Bock auf Party. Egal in welches Jahrzehnt uns die Band gerade wirft, Hauptsache man kann dazu feiern. Gute Laune ist hier vorprogrammiert und jeder der elf Songs würde eine Bereicherung für die Live Setlist der Band darstellen, auf die wir uns Ende des Jahres freuen dürfen, wenn es Royal Republic zu einer Tour nach Deutschland verschlägt.

Gringoz Magazine
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