Seit ihrer Tour mit The 1975 ist die Gogh-Pop Band Pale Waves aus Manchester auch in Deutschland bekannter geworden. Mit ihrem Debütalbum My Mind Makes Noises kamen sie zurück und spielten unter anderem ein Konzert im Luxor in Köln.

Die deutsche Band Still Talk, die musikalisch an Tonight Alive erinnert, ist als Vorband dabei. Es ist das erste Konzert für die Band, die noch ganz am Anfang steht. Dies merkt man der Sängerin definitiv an, die nicht wissen zu scheint, wo sie beim Singen hingucken soll und deren Stimme an einigen Stellen sehr unsicher wirkt. An Bühnenpräsenz und Energie fehlt es ihr auch, aber das wird sie sich sicher mit der Zeit aneignen. Trotz der vielen Schwächen ist es eine solide erste Performance und Songs wie I Run bleiben im Kopf.
Danach kündigen sich Pale Waves mit einem sehr langen Intro und flimmernden Lichtern an. Sie beginnen ihr Set mit Television Romance, ihrer zweiten Single. Die Sängerin Heather Baron-Gracie und Schlagzeugerin Ciara Doran werden dem Image der Band als Goth-Pop mit ihrem auffälligen Make-up und ihrer schwarzen Kleidung gerecht. Auch die Fans sind dementsprechend gekleidet und es ist fast unmöglich jemanden zu finden, der keine schwarze Kleidung und Plateauschuhe trägt. Die Band spielt einen fröhlichen Song nach dem anderen und Heather tanzt den ganzen Abend über die Bühne. Abgesehen von ihrem Getanze ist die Show jedoch langweilig. Die Songs ähneln sich live zu sehr, die einzige Ausnahme ist She, der einzige ruhige und emotionale Song, der etwas Abwechslung mit sich bringt. Heathers Stimme ist ebenfalls eintönig und klingt zwischendurch mehr wie Gejaule. Selbst die bekannten Songs wie There’s a Honey oder Eighteen bringen nicht wirklich Stimmung mit sich. Die Fans singen bei einigen Liedern halbherzig mit, einige tanzen zwischendurch, sonst scheinen sie sich jedoch auch zu langweilen. Auf einer größeren Bühne mit spannender Bühnenshow und mehr Bewegungsfreiheit für den Rest der Band wäre die Show wesentlich interessanter, doch leider haben Pale Waves diese Größe bei uns noch lange nicht erreicht. Nach 14 Liedern ist die Show bereits vorbei und wir gehen mit gemischten Gefühlen nach Hause.

Pale Waves konnten die Erwartungen an diesem Abend leider nicht erfüllen und lieferten eine durchschnittliche, langweilige Show. Sie hätten definitiv mehr aus dem Abend machen können, hatten jedoch in dem kleinen Club auch nur begrenzte Möglichkeiten.

 

https://youtu.be/ot1j5M5PTC4

Gringoz Magazine
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