Beyond The Black – Eine noch recht junge Band, welche schon einiges an Drama miterlebt hat. Innerhalb von zwei Jahren veröffentlichten die Mannheimer zwei Alben, nur um dann mal die gesamte Besatzung, abgesehen von Sängerin Jennifer Haben, auszutauschen. 2017 veröffentlichte man dann das zweite Album Lost in Forever noch einmal, packte vier neue Songs dazu und nannte das ganze dann „Tour Edition“. Genügend Kritikpunkte bringt die Synphonic Metal Band also auf jeden Fall mit. Wie nun die neue Platte Heart Of The Hurricane klingen wird, nachdem mal eben fünf Mitglieder ausgetauscht wurden?

Sage und schreibe 64 Minuten neue Musik, verteilt auf 15 Songs präsentiert uns das Sextett und „Hysteria“ hat die schwierige Aufgabe, einen vernünftigen Auftakt zu gestalten. Was schon in den ersten Sekunden auffällt: Es klingt vertraut. Gewohnt kraftvoll, harmonierende Instrumente, die den Gesang perfekt umspielen und ein schon fast episches Bild abgeben. Beyond The Black wie man sie kennt. Wer davon noch nicht zu 100% überzeugt ist, wird dieses Gefühl spätestens beim dritten Track „Through The Mirror“ spüren, welcher definitiv eine der Spitzen des Albums darstellt und auch zu den besten Songs der Band gehört.

„Million Lightyears“ dürfte zu mindestens zu Beginn für einige überraschte Gesichter sorgen, denn zum gewohnten Gesang Jennifers gesellt sich noch eine männliche Stimme, welche dem Song eine ganz eigene Note verleiht und ein gelungenes Duett darstellt. Der darauffolgende Track „Song For The Godless“ glänzt durch ein episches Intro, welches in den bekannten Sound der Band übergeht. Nicht weniger episch, dafür wesentlich innovativer ist hingegen „Beneath A Blackened Sky“, welcher mit Chorgesängen abgerundet wird und so ein verdammt starkes Gesamtbild abgibt. Ein weiteres Highlight des Albums.

Der Song „My God Is Dead“ stellt in sich selbst einen ziemlich starken Kontrast dar. Beginnt er doch relativ ruhig und emotional, leitet ein Shout zu einem brachialen Refrain über, der einen ordentlichen Ohrwurmfaktor mit sich bringt. Über Shouts verügt auch der Song „Freedom“, mit welchem sich die Band tatsächlich mal von einer fast komplett neuen Seite präsentiert. Das Riff, welches den Song eröffnet, geht fast schon als Death Metal durch und diese Härte hält sich fast durch den gesamten Song.

Abschließend gilt es zu sagen: Die Band klingt immer noch weitestgehend wie vor zwei Jahren. Fünf neue Mitglieder, wenig Innovation. Musikalisch hat sich wenig getan und Fans der Band, dürfen dementsprechend erleichtert aufatmen. Mit Heart Of The Hurricane liefern die Mannheimer eine geballte Ladung Beyond The Black, welche sowohl dem eingefleischten Anhänger, als auch dem Neueinsteiger gut gefallen dürften.

Gringoz Magazine
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