Der fast schon angedrohte Major Deal nach der letzten Chart Platte Generation Goodbye hat zusammen mit der Ankündigung zum 6. Album der Band schon ein paar Bauchschmerzen verursacht. Ändert der Deal etwas? Werden die Jungs jetzt als das deutsche Guns N‘ Roses mit Einheitsbrei verkauft? Gott sei Dank ist und wird keiner dieser Ängste zur Realität, denn mit Ecstasy zeigt sich die Band Erwachsener denn je und haut einfach mal die Sommerplatte des deutschen Hardrock 2018 raus. Ob gute Laune und erwachsen werden zusammen funktioniert, erfahrt ihr in unserem Review.

Dem Opener entsprechend haben Kissin‘ Dynamite das Feuer in sich – wissen Fans schon seit Langem und bleibt auch bei Ecstasy so, doch was das ganze so besonders macht, ist die Tatsache, dass der Spagat zwischen der typischen, musikalischen Erfolgsformel der Band und der Idee, eine sommerliche „Ich fahre mit meinem Cabrio am Strand entlang und lebe in den Tag“-Platte zu veröffentlichen, an jeder Ecke klappt. Gewürzt mit der richtigen Portion des Erwachsenwerdens, spiegeln Songs wie Sill Around, Breaking The Silence, Waging War und Heart of Stone nicht unbedingt typische Kissin‘ Dynamite Songs wider, aber sicherlich gehören diese zu den ausgereiftesten, die die Band je geschrieben hat.

Doch nicht alles ist neu und reifer – Fans der letzten Alben werden vor allem mit den Songs I´ve Got The Fire, You´re Not Alone und dem Titeltrack Ecstasy ihren Spaß haben.

Insgesamt haben Kissin‘ Dynamite wieder einmal bewiesen, dass der nächste Schritt nach vorne ging, und haben mit Bravour die nächste Entwicklungsstufe erreicht. Man könnte fast sagen, dass wir die deutsche Antwort auf Gotthard gefunden haben.

Alex Hoppen
Alex Hoppen

Denkt er wäre der Administrator, fährt Smart, mag Enten, Guitar-Hero-Profi, putzt Bier mit Zähnen – oder umgekehrt?, cheated bei Pokémon Go, speifrei seit 2014, Erste-Reihe-Milchtrinker aus Überzeugung und liebt Katzenbilder.