Metalcorebands gibt es wie Sand am Meer und sie gleichen sich oft wie ein Sandkorn dem anderen. So aber nicht bei Sonic Skies. Die Band aus Hameln überzeugt mir ihrem 13 Tracks Album Drifter auf ganzer Linie. Die Platte liefert die einmalige Gelegenheit, sich knappe 40 Minuten einfach fallen zu lassen und in Gedanken mit voller Kraft und Energie in einem Moshpit zu stehen und seinen Frust über die Welt herauszulassen. Die Leidenschaft, die in der Musik von Sonic Skies steckt, ist in jedem Song spürbar. In Tracks wie Gears und Hearts steckt so viel musikalisches und lyrisches Potenzial, dass Sonic Skies ohne Probleme – auch im Bezug Intensität und Aussagekraft der einzelnen Stücke des Albums – mit Bands wie Stick To Your Guns, Parkway Drive und August Burns Red mithalten können.

Auch der Song Wanderer, der im ersten Moment wegen des Titels an Heaven Shall Burn erinnert, ist ein Track der positiv aus der Masse hervorsticht. Die Gitarrenriffs sind exzellent in Szene gesetzt. Wüsste man nicht, dass es sich hier um eine Deutsche Band handelt, könnte man meinen Sonic Skies kommen aus UK oder den Staaten. Leider fehlen dem rastlosen und kraftvollen Album die Ruhepole. Aber ist das genau die Intention der Band? 40 Minuten Eskalation, keine Pause, Nichts zum runterkommen. Das ist Geschmackssache und somit bleibt jedem selbst überlassen, was er davon hält.

Gringoz Magazine
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