Nach vier Jahren brachte die US-amerikanische Ska-Punk-Band Mad Caddies am 15.06 ihre zehnte Platte, als Cover-Album raus. Punk Rocksteady bedient sich den verschiedensten Songs, die für ihre jeweiligen Songwriter stehen. Angefangen mit einem Cover von Sorrow – Bad Religion hin zur Reggae Version des Songs She von Green Day, über weitere Covers von Propagandhi, NOFX, Misfits, Against Me! oder Descendents. Nur um mal ein paar Bekannte zu nennen. Mit Punk Rocksteady hat die 7-Köpfige Band, bestehend aus Chuck Robertson, Sascha Lazorm, Keith Douglas, Eduardo Hermandez, Todd Rosenberg, Graham Palmer und Dustin Lanker, ein durch und durch grandioses Reggae-Rock Album kreiert, an welchem auch insbesondere Michael John Burkett –  besser bekannt als Fat Mike – dran beteiligt war. Mike ist der Kopf von Fat Wreck Chords und hat höchstpersönlich mit der Band diese 12 Songs der letzten 40 Jahre für dieses spezielle Album rausgepickt:

  1. Sorrow –  (Bad Religion)
  2. Sleep Long – (Operation Ivy)
  3. She – (Green Day)
  4. …And We Thought That Nation-States Were a Bad Idea – (Propagandhi)
  5. She’s Gone – (NOFX)
  6. A M – (Tony Sly)
  7. Alien 8 – (Lagwagon)
  8. Some Kinda Hate – (Misfits)
  9. 2RAK005 – (Bracket)
  10. Sink, Florida Sink – (Against Me!)
  11. Jean is Dead – (Descendents)
  12. Take Me Home (Piss Off) – (SNUFF)


Die Songs auf dem Album sind wahre Herausforderungen. Für Punkrock Fans erstmal unvorstellbar wie sich die Songs im Reggea-Gewandt anhören. Selbst für Leute die z.B. weniger mit Bad Religion anfangen können ist der Song Sorrow, der Sommer Ohrwurm schlecht hin. Die Songs laden zum entspannten Picknick auf der nächstliegenden Wiese, einfach mal zum entspannen, ein.  Der Reggea Anteil wird besonders durch das Banjo, die Trompete und durch die Posaune hervorgehoben. Der Gesang des Albums sorgt für den perfekten Kontrast zwischen der allgegenwärtigen Reggea-Musik und der wuchtigen aber dennoch sanften und begleitenden Stimme von Chuck Robertson. Trotz allem wirkt das Album aber vor allem für Leute die sich nicht unbedingt mit dem Genre identifizieren können, nach einer Weile eher langweilig. Die zwischenzeitlichen Einsätze von härteren Melodien, wie durch Gitarren und Drums holen einen aber meistens wieder zurück zum Song.

Im Gesamten ist es ein gelungenes Cover Album, welches den Mad Caddies und ihrer Musik, aber auch den anderen Künstlern sehr gerecht wird. Mad Caddies- und Raggae-Fans definitiv zu empfehlen. Für mich klingt Punk Rocksteady nach einem perfekten Reggea-Einsteigeralbum, um sich mit seinen Lieblingssong einem anderen Genre anzunähern.

Gringoz Magazine
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